
Nachdem ich heute Morgen noch dies und das und jenes zusammengesucht habe, um Sohn1 mit allem Möglichen und Unmöglichen auszustatten, was es ihm erlaubt, 5 Tage auf Klassenfahrt in einer Jugendherberge zu überleben, habe ich erst einmal Sohn2 in die Schule gebracht.
Die Überraschung: Die beiden Jungs (Codenamen: Israel und Palästina), die sich eigentlich von morgens bis abends in den Haaren liegen und daran schuld sind, dass schwere und/oder spitze Gegenstände bei uns in einem Hochsicherheitstrakt liegen, lagen sich jammernd in den Armen und vermissten sich schon, bevor noch der Große weg war…
Danach wieder nach Hause, Sohn2 und seine Siebensachen ins Auto verfrachtet und zur Sammelstelle an der Schule gefahren. Kind in den Bus verfrachtet, gewartet, bis sich dieser in Bewegung setzt und frenetisch gewinkt.
Mit dem Auto in die Werkstatt gefahren, gesagt, dass ich es um 14:00 Uhr wieder brauche und zurück zur Schule gelatscht – das zieht sich ganz schön – um die Schulbücherei zu betreuen. Um 12:00 Uhr nahm mich eine freundliche Mit-Bücherei-Mutter wieder mit in unseren kleinen Stadtteil.
Sohn2 wurde nach der Schule von einer Freundin und deren Sohn mitgenommen; es war vereinbart, dass ich ihn kurz nach 14:00 Uhr abhole.
Um 13:30 Uhr habe ich dann den Bus zur Werkstatt genommen und als ich dort ankam, war ich schon sehr erleichtert, als ich mein Auto mit der neuen TÜV-Plakette auf dem Parkplatz stehen sah. (Am Rande bemerkt: Dass ein 3 Jahre altes Auto nicht ohne Reparatur über den TÜV kommt, hätte ich letzte Woche nicht erwartet
So kann man sich täuschen…) Okay, dann war also die Nachprüfung geglückt!
Beschwingt schritt ich zum Beratungsschalter, legte meinen Abholschein auf den Tisch und begehrte gegen Zahlung von vielen Euronen die Herausgabe meines Schlüssels und der Papiere. Der freundliche junge Mitarbeiter suchte hektisch nach den Unterlagen, verschwand in der Werkstatt und kam zurück um mir zu verkünden, dass mein Auto erst um 14:00 Uhr an der Reihe sei! HALLO???!!!!
Er ließ sich davon nicht abbringen, auch nicht, als ich ihm erklärte, dass ich 14:00 Uhr als ABHOLtermin vereinbart hatte! Wutschnaubend marschierte ich in die Werkstatt, richtete mich zu meiner vollen Größe von 1,60 m auf und lieferte mir ein hitziges Wortgefecht mit dem Vollhorst, der meinen Termin verbasselt hatte. Ja, das Auto habe bereits die TÜV-Plakette und nein, das Auto sei noch nicht repariert, aber der TÜV-Heini habe ja am Auftrag gesehen, was gemacht werden solle und schon einmal die Plakette erteilt. Tolle Wurst! Er ließ sich auch nicht darauf ein, mir das Auto ohne Reparatur, aber mit Plakette mitzugeben…
Okay, er saß am längeren Hebel – also machte ich mich, unter Absingen schmutziger Lieder und immer noch zu Fuß, auf den Weg zu meiner Freundin, wo mein und ihr Sohn fröhlich miteinander spielten. Zum Glück hatte sie nichts vor und so erhielt ich, bis zum erlösenden Anruf der Werkstatt zweieinhalb Stunden später, dort Asyl und wir nutzten das herrliche Wetter, um auf ihrer Terrasse einen Holztisch und eine Holzbank abzuschleifen und neu zu lasieren.
Jetzt brauche ich nur noch die Reifen wechseln zu lassen und dann kann das Auto wieder zurück an die Leasingfirma und wir bekommen am Freitag unser neues Auto – diesmal eins mit Migrationshintergrund
Postiv ist, dass Sohn1 gut in der JH angekommen ist, es ihm gut gefällt, das Essen ihm heute geschmeckt hat und er sehr sehr glücklich klang am Telefon. Und dass ich heute einen dicken Brief von der lieben Sunsy im Briefkasten hatte, in dem sich die allerfeinsten Sommersöckchen für mich befanden, die ich mir – OT Superdad – erschnorrt habe
Vielen vielen Dank! Fotos am Modell gibt es dann morgen!
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