nervt!
Die Menschen, mit denen ich normalerweise telefonischen Umgang pflege, haben alle ihre Rufnummernübertragung eingeschaltet, so dass unser schlaues Telefon mir beim Klingeln den Namen – so sie denn gespeichert sind – oder wenigstens eine Telefonnummer anzeigt.
Einzige Ausnahme: Meine Schwiegereltern, die das einfach nicht gebacken bekommen, es zu beantragen.
Da ich bei „Unbekannt“ nicht ans Telefon gehe, weil es in den meisten Fällen irgendwelche Cold-Caller sind, landet auch Schwiemu ab und an auf der Mailbox und wird dann eben zurückgerufen, wenn’s passt.
Ich weiß nicht, warum ich dieser Tage ans Telefon ging, als „Unbekannt“ anrief. Langeweile? Unbezwingbare Neugier? Die Hoffnung, schlechte Laune an irgendeinem Callcenter-Fraggle auslassen zu können?
Ich ergriff also den Knochen, drückte das Knöpfen und meldete mich: „Supermom“. Nichts! Niemand dran! „Hallo?“ Immer noch nichts! Also hab ich wieder aufgelegt.
Und seitdem klingelt bestimmt fünf Mal am Tag das Telefon zu allen möglichen Zeiten, das Display zeigt „Unbekannt“ und dran ist – Niemand. Kein Schnarren und Pfeifen eines Faxgerätes, keine kichernden Gören, die kleine nette Telefonspäßchen treiben, kein schwer atmender Perverser, kein Rauschen wie bei einer Übersee-Meereskabel-Verbindung, einfach niemand!
Was soll das?
Irgendein raffinierter Abzocktrick? Kostet mich jeder Anruf einen fünfstelligen Betrag?
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