Heute, quasi so auf den letzten Drücker, habe ich mir noch einmal einen Frisörbesuch gegönnt. Der letzte ist immerhin schon – mal rechnen – knapp 6 Monate her *hust*
Den Pony konnte ich immer noch irgendwie mit der Nagelschere bändigen und da ich meine Haare sowieso nicht „style“ (der Umgang mit Rundbürsten oder ähnlichem und dann noch am Hinterkopf führt nur zu – vermeidbaren – Besuchen in der Unfallklinik, weil ich mir dabei die Arme breche oder die Schulter auskugel oder so etwas), sondern mangels Begabung einfach nur Schaum oder Gel ins feuchte Haupthaar patsche und das Ganze dann kopfüber trocken föhne, wobei ich taktische Knetbewegungen in der Pracht mache, um hinterher den RauschgoldengelLockenkopf mit „Out of Bed“-Creme von L’oreal in diesen undisziplinierten, zerzausten Zustand zu bringen, dem man es nicht ansieht, ob die Haare mal wieder nen Schnitt gebrauchen könnten und der meine Mutter zu dem Ausruf „Kind, hast du heute schon nen Kamm gesehen?“ veranlassen würde.
Aber mittlerweile wuchsen die Strähnen recht und links der Pony-Partie einfach zu lang und fielen dauernd in die Augen und das Deckhaar konnte mal wieder ein paar Stufen vertragen, um mir das Fönen etwas zu erleichtern. (Ich habe zwar dünne Haare, aber davon einfach unglaublich viele.) Lufttrocknen ging gar nicht mehr, denn durch die Menge sind die dann so schwer, dass sie sich total aushängen und ganz eng an den Kopf kuscheln, so dass ich aussehe wie ein alterndes Hippiemädchen…
Also besuchte ich die Friseurin meines Vertrauens und ließ mich auch gleich noch – strähnchenweise – ein wenig mehr erblonden.
Und irgendwie konnte ich mich dieses Mal sogar beherrschen und ließ mir nicht wieder die Haare ganz kurz schneiden, weil mich die Zuppeln so genervt haben. Das ist nämlich auch so eine meiner Spezialitäten: Haare vom Sommer an züchten und dann im Winter gehen mir die Fusseln, die noch nichts Halbes und nicht Ganzes sind, dermaßen auf den Zwieback, dass ich radikal die Schere ansetzen lasse („So?“ – „Kürzer!“ – „So jetzt?“ – „Noch ein Stück! Ein großes Stück!“- “
„). Hinterher freue ich mir dann ein Loch in den Bauch – bis ich vor die Tür komme und mir die Ohren abfriere…
Jetzt habe ich wieder einen Meg-Ryan-mäßigen Wuschelkopf!
Sohn1 meinte nur: „Weiß gar nicht, warum du beim Frisör warst… Du siehst aus wie vorher!“ Aber da weiß ich ja, wie ich es zu nehmen habe. Der hat es – im damals zarten Alter von 4 – nicht einmal gemerkt, als ich nach dem Haarewaschen mit kastanienrot gefärbten Haaren aus dem Bad kam…



Neueste Kommentare