23
Okt
09

Mir fehlt der Durchblick

Und das liegt daran, dass der Zahn der Zeit nun doch an mir nagt…

Seit 2 Jahren habe ich eine Lesebrille, da einfach die Arme zu kurz wurden :roll: So eine Lesebrille ist eine tolle Sache. Der Nachteil ist nur, dass ich sie nie dabei habe, weil sie immer zu Hause liegt. Und so stehe ich dann dumm im Supermarkt herum und blinzele Packungen an, um zu erahnen, was denn bitte schön in der Zutatenliste so drin steht. Irgendwie geht es dann doch, wenn ich eine Stelle im Laden finde, die etwas besser beleuchtet ist, denn dann ziehen sich die Pupillen stärker zusammen und ich sehe schärfer.

Da ich die Brille eben nur fürs Lesen brauche, laufe ich daheim auch nicht ständig damit rum und deshalb vergesse ich sie immer! Ich könnte mir so ein Brillenkettchen umhängen, aber dann bräuchte ich auch noch kleine lila Dauerwellen. Fällt also schon einmal flach. Oder ich schiebe sie mir lässig ins Haar, was gar nicht so schlecht aussieht, aber den Nachteil hat, dass sich die Haare in diesen Nasenflügelauflegern verheddern und beim Runterziehen der Brille ausgerissen werden. Setze ich dann die Brille auf, hängen mir die ausgerissenen Haare vor dem Mund rum und ich sehe aus wie ein Teppichhai.

Aber die Rettung ist in Sicht! Heute war ich nämlich bei der Augenärztin, weil ich den Eindruck hatte, dass ich – trotz Lesebrille – schon einmal schärfer gesehen habe. Zumindest im Nahbereich. Im Fernbereich erschien mir alles bestens.

Weit gefehlt. Ominöserweise hatte ich nämlich auch im Fernbereich deutliche Defizite. Nichts wirklich Gravierendes, also nichts, was die Anschaffung eines Hundes erforderlich machen würde, aber doch genug, um über eine neue Brille nachzudenken… Oder auch zwei.

Ich kann nämlich jetzt wählen, ob ich eine Fern- und eine Nahbrille möchte oder eine Gleitsichtbrille. Gleitsichtbrille ist mit Sicherheit teuer. Allerdings weiß ich noch nicht, was denn zwei „normale“ Brillen kosten würden. Zwei Brillen würden auch das Ich-hab-meine-Lesebrille-vergessen-Problem nicht lösen. Und ständig Brillen zu wechseln hört sich auch nicht wie eine gute Idee an. Aber über Gleitsichtbrillen hört man ja die abstrusesten Horrorstories (neben den Erfolgsgeschichten, insbesondere auf den Seiten der Optiker…). Leute, die ich völlig unnatürlicher Haltung vor dem Bildschirm sitzen, damit sie den richtigen Blickwinkel haben. Leute, die absolut seltsam die Treppe hochgehen, weil sie nicht wie früher einfach den Kopf senken, um auf die Stufen zu schauen, sondern irgendwie unten durch die Brille durchlinsen müssen.

Hat von euch jemand Erfahrung mit Gleitsichtbrillen? Nee, ihr seid alle noch zu jung, oder?

Kontaktlinsen hört sich auch gut an, allerdings gibt es die nicht in „Gleitsicht“, sondern nur bifokal. Und Linsen habe ich auch noch nie gehabt… Der Vorteil gegenüber einer Brille wäre natürlich, dass sie nicht dauernd verschmiert sind.

Ich sag’s ja: Mir fehlt der Durchblick! :?


18 Antworten zu „Mir fehlt der Durchblick“


  1. 23. Oktober 2009 um 21:08

    Hallo… ich hab seit einiger Zeit eine Gleitsichtbrille, eine sehr gute, sehr teure. Zuvor war ich nur kurzsichtig (li knapp -7, re gut -3), dann eben zusätzlich etwas – hust – alterssichtig. Die Umgewöhnung war schnell, überhaupt kein Problem. Ich war bei Vielmann, und als sich herausstellte, dass bei einem Glas der Kurzsicht-Bereich 0,25 dioptrien zu schwach war, haben die anstandslos und kostenlos ein neues Glas anfertigen lassen, naja, die Brille war auch teuer genug.

    Allerdings – meine nächste Brille wird wahrscheinlich eine Trifokal-Brille werden. So sehr sieht man nämlich die Grenzen (du weißt was ich meine?) auch wieder nicht. Bei anderen Trifokalträgern fallen sie mir gar nicht so sehr auf. Ist bestimmt wieder Umgewöhnung, aber das schafft mein Gehirn schon noch.

  2. 23. Oktober 2009 um 21:14

    Vergiss die Horrorstories…
    … und Bifokal ist für Internetsurfer auch zu wenig, es sollte schon trifokal sein…

    ..mein Cousin (Augenarzt) bezeichnet Brillen übrigens als Krücken….

  3. 23. Oktober 2009 um 23:13

    ich bin zwar seit 2 Jahren auch Brillenträger, aber über meine -0,5 schmunzelt man eher. ;)

  4. 10 Hirnwirr
    24. Oktober 2009 um 00:04

    Hier!

    Seit 10 jahren Gleitsichtbrillenträgerin ohne Probleme.
    Aber in der Tat, fürs Arbeiten am PC brauche ich demnächst noch ne neue Variante!

  5. 11 ute
    24. Oktober 2009 um 09:55

    Hallo,

    Mut zur Gleitsichtbrille! Ich trage schon immer Brille, und seit etwa drei Jahren brauche ich nun auch eine Lesebrille.
    Es war für mich der Horror – ständig rannte ich mit der Lesebrille auf der Nase los oder las mit der normalen.
    Seit einem Jahr hab ich eine Gleitsichtbrille, und keine der schlimmen Prophezeiungen ist eingetroffen, ich bin wirklich sofort damit zurecht gekommen. Die hohen Kosten relativieren sich, wenn die Alternative zwei neue Brillen sind!
    Allerdings habe ich mich auch für die beste Gläserqualität entschieden, also nicht für einen Super-Schnäppchen-Komplettpreis.

  6. 25. Oktober 2009 um 18:47

    Ich habe vor ein paar Monaten eine Gleitsichtbrille beim Optiker anpassen lassen. Was soll ich sagen? Es gibt verschiedene Nahsichtbereiche, und ich wählte die Gläster mit dem größten Nahsichtbereich, wegen dem Nähen und Handarbeiten. Das war eine falsche Entscheidung. Wenn ich jetzt zum Einkaufen gehe und im Kühlregal bestimmte Sachen suche wird mir regelmäßig schlecht. Letztlich sollte man sich GENAU überlegen, was man die meiste Zeit des Tages tut. ;)

  7. 26. Oktober 2009 um 12:29

    gleitsichtgläser sind zwar teurer (auch teurer als 2 brillen, zumindest, wenn du bei den gestellen nicht gleich in die Chanel-Kiste greifst), aber wenn man sich mal dran gewöhnt hat, sind die wohl bombig, hab ich mir sagen lassen.
    allerdings gibt es leute, die sich da eben NICHT dran gewöhnen (können), denen geht’s dann wie hazel.
    wenn du ‘nen guten optiker hast, kannst du die brille mal 14 tage testen, ob die gleitsichtgläser dir „liegen“. weniger testzeit würde ich nicht akzeptieren. wenn er dich nicht testen läßt: optiker wechseln.

    oder die kinder mit zum einkaufen nehmen…. ;)

  8. 27. Oktober 2009 um 19:26

    Ich hab’ mittlerweile auf so ziemlich beiden Augen -12 Dioptren… ich verzichte ganz auf Brille und trage stattdessen harte Kontaktlinsen. Brauche ich auch dringendst… ich hätte sonst Glasbausteine vor den Augen.
    Irgendwann hatte ich mal eine Brille… so für nebenbei, wenn ich die Linsen nicht drin habe. *umguck* Keine Ahnung, wo die gelandet ist. :D
    Leider kenne ich mich damit so gar nicht aus. Ich könnte mir aus rein finanzieller Sicht schon nichts… hm… besonders Fortschrittliches leisten. Da kommen mich die Linsen wirklich billiger.
    Können aber eben nicht alle so gut haben. :)

  9. 27. Oktober 2009 um 19:27

    Also… im Sinne von „vertragen nicht alle“… sich was ins Auge setzen und so. Du weißt schon.^^

  10. 16 Andrea Stock
    6. November 2009 um 11:17

    Hallo,

    ich hab zwar keine Brille,aber mein Mann. Er ist vor zwei Jahren auf Gleitsicht „umgestiegen“, hat die Brille beim Optiker aufgesetzt und ist losmarschiert. Keine Klagen, kein Schwindel, kein Treppenabsturz, keine unnatürliche Kopfhaltung. Also versuch es vielleicht doch. Eine Brille ist besser als zwei ;-) )

    Liebe Grüße

    Andrea

  11. 13. November 2009 um 07:26

    ich drück mich noch tapfer vor einer Brille, obwohl ich ja eine habe….aber ich hab so was von komische Augen die sind mal gut mal ein bisschen schlecht (0,5 ;) ) dann wieder total ok! also mitreden kann ich nicht……schön wenn du den Durchblick wieder hast!


Eine Antwort schreiben




ravelry-button


Visitor locations