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Was für ein Tag…


Nachdem ich heute Morgen noch dies und das und jenes zusammengesucht habe, um Sohn1 mit allem Möglichen und Unmöglichen auszustatten, was es ihm erlaubt, 5 Tage auf Klassenfahrt in einer Jugendherberge zu überleben, habe ich erst einmal Sohn2 in die Schule gebracht.

Die Überraschung: Die beiden Jungs (Codenamen: Israel und Palästina), die sich eigentlich von morgens bis abends in den Haaren liegen und daran schuld sind, dass schwere und/oder spitze Gegenstände bei uns in einem Hochsicherheitstrakt liegen, lagen sich jammernd in den Armen und vermissten sich schon, bevor noch der Große weg war… 😕

Danach wieder nach Hause, Sohn2 und seine Siebensachen ins Auto verfrachtet und zur Sammelstelle an der Schule gefahren. Kind in den Bus verfrachtet, gewartet, bis sich dieser in Bewegung setzt und frenetisch gewinkt.

Mit dem Auto in die Werkstatt gefahren, gesagt, dass ich es um 14:00 Uhr wieder brauche und zurück zur Schule gelatscht – das zieht sich ganz schön – um die Schulbücherei zu betreuen. Um 12:00 Uhr nahm mich eine freundliche Mit-Bücherei-Mutter wieder mit in unseren kleinen Stadtteil.

Sohn2 wurde nach der Schule von einer Freundin und deren Sohn mitgenommen; es war vereinbart, dass ich ihn kurz nach 14:00 Uhr abhole.

Um 13:30 Uhr habe ich dann den Bus zur Werkstatt genommen und als ich dort ankam, war ich schon sehr erleichtert, als ich mein Auto mit der neuen TÜV-Plakette auf dem Parkplatz stehen sah. (Am Rande bemerkt: Dass ein 3 Jahre altes Auto nicht ohne Reparatur über den TÜV kommt, hätte ich letzte Woche nicht erwartet 👿 So kann man sich täuschen…) Okay, dann war also die Nachprüfung geglückt!

Beschwingt schritt ich zum Beratungsschalter, legte meinen Abholschein auf den Tisch und begehrte gegen Zahlung von vielen Euronen die Herausgabe meines Schlüssels und der Papiere. Der freundliche junge Mitarbeiter suchte hektisch nach den Unterlagen, verschwand in der Werkstatt und kam zurück um mir zu verkünden, dass mein Auto erst um 14:00 Uhr an der Reihe sei! HALLO???!!!! 😈

Er ließ sich davon nicht abbringen, auch nicht, als ich ihm erklärte, dass ich 14:00 Uhr als ABHOLtermin vereinbart hatte! Wutschnaubend marschierte ich in die Werkstatt, richtete mich zu meiner vollen Größe von 1,60 m auf und lieferte mir ein hitziges Wortgefecht mit dem Vollhorst, der meinen Termin verbasselt hatte. Ja, das Auto habe bereits die TÜV-Plakette und nein, das Auto sei noch nicht repariert, aber der TÜV-Heini habe ja am Auftrag gesehen, was gemacht werden solle und schon einmal die Plakette erteilt. Tolle Wurst! Er ließ sich auch nicht darauf ein, mir das Auto ohne Reparatur, aber mit Plakette mitzugeben… 😆

Okay, er saß am längeren Hebel – also machte ich mich, unter Absingen schmutziger Lieder und immer noch zu Fuß, auf den Weg zu meiner Freundin, wo mein und ihr Sohn fröhlich miteinander spielten. Zum Glück hatte sie nichts vor und so erhielt ich, bis zum erlösenden Anruf der Werkstatt zweieinhalb Stunden später, dort Asyl und wir nutzten das herrliche Wetter, um auf ihrer Terrasse einen Holztisch und eine Holzbank abzuschleifen und neu zu lasieren. 😀

Jetzt brauche ich nur noch die Reifen wechseln zu lassen und dann kann das Auto wieder zurück an die Leasingfirma und wir bekommen am Freitag unser neues Auto – diesmal eins mit Migrationshintergrund 😆

Postiv ist, dass Sohn1 gut in der JH angekommen ist, es ihm gut gefällt, das Essen ihm heute geschmeckt hat und er sehr sehr glücklich klang am Telefon. Und dass ich heute einen dicken Brief von der lieben Sunsy im Briefkasten hatte, in dem sich die allerfeinsten Sommersöckchen für mich befanden, die ich mir – OT Superdad – erschnorrt habe 😀 Vielen vielen Dank! Fotos am Modell gibt es dann morgen!

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Kategorien:NÄHbenbei bemerkt
  1. 6. Mai 2008 um 06:11

    Wie schräg ist das denn mit dem Werkstattheini….ich glaube, ich wäre ausgerastet….
    Aber du hattest wenigstens einen netten Nachmittag bei der Freundin.

    Mitfühlende Grüße
    Iris

  2. 6. Mai 2008 um 07:10

    Hallo Supermom,

    ich lese ja deine geistigen Ergüsse jedes Mal mit einem Schmunzeln im Gesicht (und schäme mich dafür, wenn du solch fürchterliche Dinge ertragen musst). Du hast so eine herzerfrischende Art 🙂 – Mit meinen Fahrzeugen hab ich auch schon einiges erlebt, mit meinem Lopo jetzt (nun 4 Jahre alt) hab ich allerdings noch keine Probleme gehabt, und ich fahre über 30.000 km im Jahr. Immerhin 😀

    Inzwischen sind meine eigenen Rabauken ja erwachsen und zumindest eins davon hat bereits überdurchschnittlich für die Erhaltung der Art gesorgt, und dadurch bekomme ich immer noch mit, wie geschwisterliche Liebe funktioniert 😆 – vereint und ausnahmsweise gleicher Meinung sind sie besonders, wenn sie sich gegen die Erwachsenen verbünden 😆

    Über das Eintreffen deiner neuen Sommersöckchen freue ich mich natürlich besonders 🙂 – und hoffe, sie gefallen dir und passen dir natürlich auch!

    Sei ganz lieb umarmt von der nur 1 cm größeren Sunsy 😛

  3. 6. Mai 2008 um 09:48

    guten morgen….

    Da haben wir wieder einmal ein Paradebeispiel für den Mann der nicht zuhört….ob nicht will oder nicht kann sei dahin gestellt. Und wie so oft halten wir das aus…aber was solls? Du hattest einen netten Nachmiitag bei deiner Freundin, zuhause hättest du geputzt,geraäumt,gewaschen????, du hast ein repariertes Auto mit Plakette und….du hast eine schöne Geschichte erzählt die uns Freude macht.

    Danke!

    Nun genieß die Zeit mit Sohn2, sowas gibst nicht allzu oft. 😎
    LG

  4. 6. Mai 2008 um 10:13

    so ein bericht macht mich unglaublich dankbar dafür, daß mein mann unsere autos selber reparieren kann.
    allerdings nur, weil sie halt schon ein paar jahre auf dem buckel haben… die neuen haben ja schon viiiiiiiel zuviel elektronik, die geht ja so leicht kaput… 😉

    die socken hab ich mir jetzt schonmal angesehen – schöööööön!
    bin gespannt auf gemodelte bilder ^-^

  5. 6. Mai 2008 um 10:39

    Ich erinnere mich da mit Wonne an meinen Reifenwechseltermin im letzten Herbst. Slogan „Machen Sie einen Termin und der Wagen wird direkt drankommen – die Reifen sind nach einer halben Stunde drauf“. Termin gemacht, pünktlich gewesen (ja, ich bin Deutsche 😀 ) und wat war? Nach geschlagenen drei Stunden konnte ich dann wieder gehen. Mittlerweile hatte ich mich in der Werkstatt a) zu Tode gelangweilt (wie viele Auto, Motor & Sport kann man in drei Stunden lesen, wenn es nur zwei gibt?) und b) heftigst erkältet, denn die Sessel stehen alle im Durchzug. Gaaa!

    Begründung: Ja, Sie haben ja die Winterreifen nicht auf Felge eingelagert. Da dauert das was länger.

    Ich bin ja klug! Diesmal habe ich mir was zu lesen mitgenommen und habe mich ins Eiscafe gesetzt. Daher haben mich die anderthalb Stunden für die Sommerreifen nicht mehr so erschüttert. Fragt sich das dumme Sushi nur, warum Winterreifen doppelt so lange dauern. Wegen des tieferen Profils? Tse.

    Anea – ich fühle mit Dir!

  6. nosupermom
    6. Mai 2008 um 11:05

    @katrin:
    Ja, das lässt mich auch wehmütig an meinen Döschewo zurückdenken, wo man mit ner Rolle Tesamoll die Fenster abdichten konnte und an allem selber schrauben konnte. Das hat mir immer riesigen Spaß gemacht. Heute bin ich schon stolz, wenn ich ein kaputtes Bremslicht austauschen kann ohne größere Kollateralschäden 😳

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