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Das Entrümpeln geht weiter


Unglaublich, wieviel Spaß es macht zu entrümpeln!

Immer, wenn ich letzte Woche schlechte Laune hatte (erstaunlich oft, weil ich zur Zeit echt fast depressiv bin), habe ich mich in den Keller verkrümelt und Rümpelstilzchen gespielt.

Superdad hat ja die reizende Angewohnheit, leere Päckchenkartons einfach die Kellertreppe runterzukicken. Und so stapelten sich im „kleinen Keller“ (ca. 20 qm!) Kartons aller Größen und Formen. Leere Päckchen, leere Kartons von Elektrokleingeräten, leere Kartons von Elektrogroßgeräten (alles aufzuheben, falls man den Kram mal verkauft; da macht sich OVP immer gut!), leere Kartons von Geräten, die wir schon lange nicht mehr haben und zusätzlich noch etliche Umzugskartons mit Sachen, die kein Schwein mehr braucht und anschaut, die man aber auch nicht so mir nichts, dir nichts wegwirft (alte Fotos und Negative, alte Bücher, die keiner mehr will und benötigt (z.B. Duden von anno Leipzigeinundleipzig oder irgendwelche Kunstbücher, die ich mir in der Oberstufe kaufen musste und nie gebraucht habe…)).

Ich habe also zum Abbau überschüssiger Energie und schlechter Laune den Großteil der Kartons mit bloßen Händen (nennt mich Determinatrix :lol:) kleingerissen und 9 große Kartons mit den Schnippeln gefüllt.

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© Anfisa / PIXELIO

Und was man da unter den Bergen von Mist so alles findet.

Eine Kaffeemaschine (plain vanilla, also nix Senseo oder so was), die ich mal gekauft habe für den Fall, dass unsere Kaffeemaschine mal kaputt geht (Hallo? 😯 Wie krank ist das denn? Wir sind doch nicht im Osten! Gibt doch Läden, die haben immer so viele, dass sie die verkaufen!) wanderte sofort zu Freecycle. Ist mindestens 3 Jahre her, dass ich die gekauft habe und unsere funktioniert immer noch.

Ein Tischventilator. Mal irgendwo gewonnen, ausgepackt, zusammengebaut, für funktionstüchtig befunden und wieder eingepackt, da kein Bedarf. Ebenfalls ab zu Freecycle!

Ein Gepäckraum-Abtrennnetz für einen Opel Astra. Den haben wir schon seit 3 Jahren nicht mehr. –> Freecycle

Ich hatte die Mails noch keine 10 Minuten geschickt, da hatte ich schon die ersten Interessenten und am nächsten Tag waren die Sachen weg! 😀

Drei große Müllsäcke (die 120 l-Teile) habe ich mit Verpackungsmüll (Styropor-Formteile, Styropor-Chips, Styropor-Röhrchen, Blasenfolie und diese lustigen Luftsäckchen vollgestopft). Die dürfen noch anderthalb Wochen im Keller bleiben, bis der Grüne Punkt-Müll abgeholt wird.

Die neun Kartons mit den zerkleinerten Kartonagen habe ich heute zum Wertstoffhof gefahren, zusammen mit zwei asbach-uralten Computern (486er oder so, also praktisch die unmittelberen Nachfolgemodelle von Zuses Z3) nebst Tastatur, Maus, Druckern, einem Faxgerät, einem Rasentrimmer, Unmengen von Kabeln, diversen Kindercassettenrecordern, alten Babyphones, einer alten Stereoanlage nebst Boxen, etlichen Walkmännern…

Dank sei für ein großes Auto mit umklappbaren Sitzen!

Jetzt habe ich zwar immer noch einiges an Zeug rumstehen (Maxi-Cosi, Kindersitz, Dreirad, Roller, Heizstrahler, Kinderbett, Futonbett), aber das wird nach dem Urlaub inseriert und geht dann – hoffentlich – auch weg.

Und vielleicht wird man den kleinen Keller auch irgendwann einmal benutzen können. Vielleicht kann man da ja sogar eine Tischtennisplatte aufstellen? Oder ein Ergometer?

Und der nächste, der einen leeren Karton die Treppe runterkickt, riskiert, dieses Schicksal zu teilen… 👿

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  1. 17. Juli 2008 um 07:16

    Schatzi, alle Achtung! Wenn ich daran denke, was sich in unserem Keller alles so stapelt, da zeigen sich mir gewisse Parallelen 😉 – das Dumme ist nur, dass der Herr des Hauses der irrigen Meinung ist, dass man nie etwas entsorgen könne, da man ja jenes T-Shirt, welches seit zwölfundsiebzig Jahren zu klein und ausgeblichen ist, schließlich von Tante Erna geschenkt bekommen hat, die leider inzwischen von uns gegangen ist… ach ja und der alte Computer… wer weiß, wozu man den noch mal brauchen könne… und das alte verrostete Fahrrad ohne Vorderrad ist ein Geschenk seines verstorbenen Vaters gewesen. Das MUSS dableiben und jede Menge Platz verbrauchen. Da muss ich dann halt immer mein Fahrrad aus dem Keller schieben, um an den Trockner zu gelangen. Das ist nun halt so… hmpf – Du siehst… Ich beneide dich…

  2. 17. Juli 2008 um 17:57

    supermom, superklasse.
    ich hatte gerade eine vision……ich fahre nach bevau….stelle mich in diesen keller….nehme die vibes von rümpelstilzchen auf….fahre heim und wüte in meinen beständen.

    anyway: dies sind auch meine urlaubspläne. aufräumen, rausschmeißen, alles was nach ihm aussieht: drauf rumtrampeln und rausschmeißen und am ende der ferien:

    eine helle, lichte aufgeräumte wohnung, die dann etwas neu dekoriert wieder meine wird. wer weiß wie lange – aber dennoch.

    vielleicht gibt es rümpelstilzchen-vibes in sprühdosen, ich kauf sie alle!

    kudos!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. 21. Juli 2008 um 09:14

    Räumt man den Keller auf so heißt es das man seine Vergangenheit bereinigt hat 😕 Gabs da irgendwelche Leichen im Keller sind sie nun weg und du bist befreit von all der Last. 😀 tjo…räumt man den Dachboden auf macht man Platzt für die Zukunft…keine Ahnung wo ich das her habe aber ich gestehe immer wenn ich den Keller aufgeräume glaube ich das ich gebeichtet habe, geht beschwingt in den Alltag fühle mich frei und lufitg mit all dem neugewonnenen Platz im Keller. Mache mir nur Sorgen um meine Zukunft……..habe keine Dachboden, Speicher oder änliches, alles voll ausgebaut.

    Nun wünsche ich dir nur noch schöne Ferien, gutes Wetter und viel Erholung….kein Regen!!!

    LG Bonafilia

  4. nosupermom
    28. Juli 2008 um 00:07

    Tja, mit meiner Zukunft sieht es wohl auch mau aus. Ich habe ebenfalls keinen – nicht ausgebauten – Dachboden… 😕

    Dafür habe ich heute – sofort nach der Rückkehr aus dem Urlaub – weitere Leichen aus dem Keller gekramt, nämlich in Form der oben erwähnten drei Müllsäcke voller Verpackungsmaterial.

    Beim Kofferpacken hatte ich auch bemerkt, dass mein Kleiderschrank noch Unmengen an überflüssigem Kram beinhaltet: Das wird das nächste Projekt…

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