Archiv

Archive for Januar 2009

Triumph der Vernunft

28. Januar 2009 17 Kommentare

über die Gier! :mrgreen:

Es begann ganz harmlos: Letzte Woche flatterte der WSV-Prospekt von Buttinette ins Haus. Stoffe und Bastelkram – okay, das spricht mich im Moment nicht so an. Aber Wolle…

Auf meiner Wunschliste stehen ja noch der Cabled Rib Cardigan aus Men in Knits: Sweaters to Knit That He Will Wear und der February Lady Sweater. Da diese gestrickt sind, brauche ich dafür Wolle, logisch eigentlich.

Und da war sie: Amelie von Woll-Butt. Nein, nicht die ermordete Erbtante aus Cluedo, sondern eine wunderschöne Wolle in blau und lila. Für den Cardigan. Und vielleicht Svenja für den Lady Sweater. Svenja ist zwar aus 100 % Polytierchen, aber sie sieht soooo schön aus. Und die abgebildete Maschenprobe macht doch auch einen netten Eindruck.

Also habe ich angefangen und gerechnet. Wieviel Knäuel brauche ich denn, wenn die Originalwolle y Meter Lauflänge hat und dieses Garn eben nur x Meter? Und kaufe ich beide Garne? Und habe ich im Moment genug Geld?

Und dann kam das Engelchen. Sanft ließ es sich auf meiner Schulter nieder und flüsterte mir ins Ohr. Angel

„Du brauchst die Wolle doch gar nicht wirklich.“

„DOCH!“

„Nein.“

„Dohoch. Will. Wolle. Kaufen. Haben. Meins.“

„Wann hast du denn zum letzten Mal wirklich so ein großes Teil gestrickt?“

„Ist doch egal!“

„Nein, ist es nicht. Komm, sag mal…“

„Im Dezember! Für die Kinder! Pullover! Ja! Jedem einen!“

„Für die Kinder… Und du glaubst, dass ein Kinderpullover auch nur annähernd so groß ist wie einer für dich? Du verlierst doch eh die Geduld, ehe du fertig bist.“

„Aber ich will! Die ist so schön! Blau mit lila!“

„Und was ist mit den drölfzig Kilo Sockenwolle? Wann willst du die verstricken?“

„Zwischendrin.“

„Dann wirst du mit den Jacken erst recht nie fertig.“

„Und wohl!“

„Wäre es aber nicht sinnvoller, dieselbe Wolle wie in der Anleitung zu nehmen? Oder wenigstens eine ähnlichere? Mit Seide? Wegen des Falls?“

„Ja! Aber entweder gibt’s die hier nicht oder sie ist mir zu teuer (falls ich dann doch die Lust verliere…. 😳 )“

„Ha!“

„Nix ha! Ich will jetzt…! Schöne blaue Wolle! Mit liiiilaaaa! Wolle! Muss haben! Woooollllle…..“

„Und die andere Wolle? Die ist reine Synthetik!“

„Sieht aber auf dem Bild gut aus…“

„Boah! Dich kann ich auch so fotografieren, dass du auf dem Bild gut aussiehst! Das beweist gaaaar nix!“

„Will! Wolle!“

„Und da stimmt die Lauflänge und die Nadelstärke nur ganz grob und dann bestellst du und hinterher ist es zuviel oder schlimmer noch, zuwenig und du bekommst die nicht nach und dann?“

„Aber…“Crying 10

„Nix gibt’s! Erst wird der Sockenwoll-Stash reduziert! Stell dir mal vor, das klappt mit der Schweiz. Willst du einen Umzugswagen alleine für deine Wolle bestellen? (Mal von deinen Stoffen gar nicht zu reden…)“

„Aber wenn ich den Sockenwoll-Stash reduziert habe, dann gibt es das Angebot nicht mehr…“

„Na und? Dann gibt es ein anderes. Du bist doch nicht von vorgestern. Weißt du doch. Dann gibt es das Faschings-Schnäppchen, den Oster-Knüller, die Sommerferien-Start-Wochen, den SSV, das die-Blätter-fallen-und-die-Preise-auch-Angebot… Und du hast bis dahin vielleicht soviel gespart, dass du dir die Original-Wolle kaufen kannst (und tu mal nicht so, als könntest du das nicht sowieso, aber wenn man sich eben dauernd auch noch Bücher kaufen muss…)“

Und als ich dann ganz betäubt nickte, lächelte das Engelchen zufrieden! (Aber schön ist die Wolle trotzdem…Mit lila…)

Angelic

Kategorien:Verflixt und zugeNÄHt Schlagwörter: , , ,

Wie doof ist das denn?

27. Januar 2009 5 Kommentare

Ich bin ja kein Frühstücker.

Also, am Wochenende schon. Da gibt es dann Brötchen und sonntags auch noch Croissants und Rührei und gebratenen Bacon, aber wochentags ist Frühstück keine Mahlzeit, die ich brauche oder die irgendwie an mich gehen würde. Die Kinder essen ihr Müsli und ich wusel rum und mache die Frühstücksbrote für die Schule und dies und das und wenn ich dann alle in ihren Schulen abgeliefert habe und wieder zuhause bin, dann brauche ich auch kein Frühstück.

Ich habe dann auch keinen Hunger… Frühestens mittags…

Jetzt habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, mehr Obst zu essen. Also mampfe ich morgens mehrere Mandarinen. Lecker! Und was passiert? Nach einer Stunde habe ich Kohldampf ohne Ende. Okay, gibt’s noch eine Banane. Wieder eine Stunde später könnte ich töten für ein halbes Schwein auf Toast oder so.

Das ist doch bescheuert. Wieso bekomme ich mehr Hunger, wenn ich was esse? Ich will doch eher weniger essen als mehr… 👿

Kategorien:Nicht kategorisiert Schlagwörter:

Jenseits der Angst

17. Januar 2009 4 Kommentare


Your Word is „Fearless“


You see life as your one chance to experience everything, and you just go for it!

You believe the biggest risk is being afraid and missing out on something amazing.

Sometimes your fearlessness means you’re daring. You enjoy risky activities.

And sometimes your fearlessness means you’re courageous. You’re brave enough to do the right thing, even when it’s scary.

Kategorien:Quatsch mit Soße

Das Omen?

17. Januar 2009 6 Kommentare

Morgen wird in Hessen wie alle Jahre wieder mal wieder ein neuer Landtag gewählt.

Um 18 Uhr schließen die Wahllokale und den Rest des Abends kann man dann gespannt die Porgnosen und Hochrechnungen verfolgen. Jedenfalls im hr-Fernsehen.

Ist es ein Omen, dass Pro7 um 20:15 Uhr „Mission Impossible 2“ zeigt????? Oder gehören die Hessischen Verhältnisse hoffentlich der Vergangenheit an?

Kategorien:NÄHbenbei bemerkt Schlagwörter:

Wer bin ich?

13. Januar 2009 4 Kommentare

Mach den kostenlosen iPersonic Persönlichkeitstest!

Okay, jeder, der mich kennt, kann das mit dem ruhig und zurückhaltend nur bestätigen… 😳

Hier noch ein paar Details mehr:

Der analytische Denker ist ein zurückhaltender und ruhiger Mensch. Er liebt es, den Dingen auf den Grund zu gehen – Neugierde ist eine seiner stärksten Triebfedern. Er möchte wissen, was die Welt im Innersten zusammen hält. Viel mehr benötigt der analytische Denker zu seinem Glück auch nicht, denn er ist ein bescheidener Mensch. Viele Mathematiker, Philosophen und Wissenschaftler finden sich unter diesem Typus. Widersprüchlichkeiten oder Unlogik sind ihm ein Gräuel; Muster, Prinzipien und Strukturen erfasst er mit seinem scharfen Verstand schnell und umfassend. Allerdings interessieren ihn vor allem Grundsätzlichkeiten und theoretische Erkenntnisse; ihm geht es nicht unbedingt darum, diese in praktische Handlungen umzusetzen oder seine Überlegungen mit anderen zu teilen. Der analytische Denker arbeitet gerne in Ruhe und allein vor sich hin, und seine Konzentrationsfähigkeit ist ausgeprägter als bei allen anderen Persönlichkeitstypen. Neuen Informationen steht er offen und interessiert gegenüber.

Alltagsbelange interessieren den analytischen Denker wenig – ein bisschen ist er immer der „zerstreute Professor“, dessen Zuhause und Arbeitsplatz chaotisch aussehen und der sich mit Banalitäten wie körperlichen Bedürfnissen nur dann befasst, wenn es unumgänglich ist. Die Anerkennung seiner Arbeit durch andere spielt für ihn keine große Rolle; überhaupt ist er recht unabhängig von sozialen Beziehungen und sehr eigenständig. Auf andere wirkt er daher manchmal arrogant oder snobistisch – auch deshalb, weil er mit seiner oft harschen (wenn auch berechtigten) Kritik und seinem unerschütterlichen Selbstbewusstsein nicht hinter dem Berg hält. Inkompetente Zeitgenossen haben es bei ihm nicht leicht. Wer aber seinen Respekt und sein Interesse gewinnt, der findet in ihm einen geistreichen und sehr intelligenten Gesprächspartner, der einen durch seine ausgezeichnete Beobachtungsgabe und seinen knochentrockenen Humor verblüfft

Freundschaften schließt der analytische Denker nur langsam, dafür halten sie meist ein Leben lang. Ohnehin braucht er nur wenige Menschen um sich, deren wichtigste Eigenschaft es ist, ihm intellektuell ebenbürtig und somit für ihn inspirierend zu sein. Ständige gesellschaftliche Verpflichtungen gehen ihm schnell auf die Nerven; er braucht viel Zeit für sich allein und zieht sich oft von anderen zurück. Sein Partner muss dies respektieren und begreifen, dass dies nicht aus mangelnder Zuneigung geschieht. Der analytische Denker ist, wenn er sich erst einmal für einen Menschen entschieden hat, ein treuer und zuverlässiger Partner. Romantik und überschwängliche Gefühlsbekundungen darf man allerdings nicht von ihm erwarten und den Hochzeitstag vergisst er bestimmt. Aber für eine in anregenden Diskussionen verbrachte Nacht bei einem guten Glas Wein ist er immer zu haben!

Folgende Adjektive passen zu deinem Typ: introvertiert, theoretisch, logisch, spontan, rational, analytisch, intellektuell, skeptisch, nachdenklich, kritisch, ruhig, präzise, unabhängig, kreativ, erfinderisch, abstrakt, exzentrisch, neugierig, zurückhaltend, selbstbezogen, fantasievoll, ungesellig, zielstrebig, bescheiden, vorsichtig, verschlossen, geistreich.

Kategorien:Quatsch mit Soße

Ist das kalt…

10. Januar 2009 9 Kommentare

Ja, es ist Winter! Ja, es ist kalt! Das ist keine Sensation, das ist nichts Besonderes, aber….

Wenn man samstags morgens um 9 Uhr bei minus 15 Grad  vor einem blöden Parkplatz steht und Wahlflyer an Leute verteilen will, die nicht kommen, weil sie bei dieser Kälte intelligenterweise zuhause bleiben, dann ist das Mist!

Mit etwas zackiger Bewegung wäre das ja alles noch auszuhalten, aber wie man der Etymologie des Wortes Wahlinfostand entnehmen kann, steht man dort. Und das ist bei diesen Temperaturen einfach ätzend. Leider darf man den verbreiteten Ausspruch „Ich frier mir hier den Arsch ab!“ nicht wörtlich nehmen. Wenn das so einfach wäre, dann würde ich mich da auch bauchfrei hinstellen…

So war ich trotz T-Shirt, Fleeceshirt, Winterjacke, Schal, gefütterten Winterstiefeln und Handschuhen nach 2 Stunden dermaßen durchgefroren, dass ich mir vorkam wie Rudolph the red-nosed reindeer mit Parkinson! Wenn einem schon der Rotz in der Nase gefriert, dann sollte man sich langsam auf den Heimweg machen…

Nur noch ein Samstag…

Kategorien:NÄHbenbei bemerkt Schlagwörter: ,

Jetzt kann sich jeder alles leisten

9. Januar 2009 2 Kommentare

Diesen Werbespruch finde ich zum Kotzen, weil er einfach den Leuten etwas vorgaukelt, was nicht stimmt und gleichzeitig eine Erwartungshaltung generiert, die nicht immer am tatsächlich Möglichen orientiert ist.

Aber scheinbar zieht sich dieses Anspruchsdenken durch alle Schichten der Gesellschaft bis in die oberen Etagen von Wirtschaft und Politik.

Jetzt bin ich ja relativ unverdächtig, Wirtschafts- und Manager-Bashing betreiben zu wollen, aber wenn ichden heutigen Deal rund um die Commerzbank sehe, dann wird mir einfach schlecht.

Die Commerzbank übernimmt die Dresdner Bank. Fein! Die Commerzbank stellt fest, dass sie sich da – angesichts der Wirtschaftskrise – etwas übernommen hat. Auch fein! Wird deswegen das Geschäft rückabgewickelt? Beileibe nicht! Nein, der Staat (also wir alle, die wir Steuern zahlen) springt in die Bresche und übernimmt einen Teil der Commerzbank. Hallo? Warum werden denn da keine Auflagen gemacht, die die Rückabwicklung betreffen? Weil sich jetzt jeder alles leisten kann?

Kategorien:NÄHbenbei bemerkt Schlagwörter: ,