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Archive for Mai 2009

Carpe diem

29. Mai 2009 2 Kommentare

Gefunden bei Frau Argh

Eigenschaften:

Unfall, Zerstörung, Tragödie, Zwang, gescheiterte Pläne, Bruch, Freiheit, Lösen von Zwängen und verkrusteten Strukturen.

Der Turm ist durch Sprunghaftigkeit und steten Wandel geprägt. Langfristige Pläne und große Vorbereitungen sind oftmals als nutzlos anzusehen. Du musst den Turm als Schicksalsboten ansehen, der dir Gleichmut bewahrt. Halte dich nicht an vergangenen Dingen fest sondern lebe den Augenblick.

Kategorien:Quatsch mit Soße

Urlaub! Nur wo?

22. Mai 2009 15 Kommentare

Toll! Der Urlaub von Superdad ist genehmigt worden! Und das schon (!) 7 Wochen vor Ferienbeginn! 😈

Jetzt sitzen ja alle Ferienwohnungs- und Ferienhausvermieter quasi in den Startlöchern und warten darauf, uns mit ihren tollen Angeboten für ihre leer stehenden Objekte zu überschütten. Nicht!

Seit 2 Tagen sitze ich schon stundenlang am Bildschirm und suche nach einem Ferienhaus (oder einer Wohnung), die – leider, leider – auch noch die eierlegende Wollmilchsau sein muss. :mad;

Am liebsten wäre mir eine Bleibe im nördlichen Teil Deutschlands; da, wo es nicht bergig ist. Wasser in der Nähe wäre sehr schön, Nordsee, Ostsee, Mecklenburgische Seenplatte, so etwas in der Art. Und zwar fußläufig in der Nähe. Ich möchte laufen / wandern können und viel Natur um mich haben. Nicht nur Wald, sondern auch Wiesen, Moore etc. wo man Tiere sehen kann. Oder lange Strände und Deiche und Dünen. Oder Heide (okay, da ist nicht wirklich viel mit Wasser, aber Heide ist auch okay!).

Es muss nicht übertrieben luxuriös sein, aber einen gewissen Standard haben. Mit Möbel, die nicht so aussehen, als ob sie jemand zufällig auf dem Speicher gefunden und beschlossen hat, dass diese ja schon einmal 30 Jahre gehalten haben und man diese ja gut noch einmal benutzen kann. Aber auch keine „wert- und geschmackvollen Antiquitäten“ – ich kenne meine Pappenheimer… 🙄 Aber eine Spülmaschine will ich. Und einen Fernseher, damit man abends wenigstens mal die Nachrichten schauen kann.

Ich möchte zwei Schlafzimmer und nicht auf der Schlafcouch im Wohnzimmer pennen.

Ich möchte Platz haben und nicht 2 Wochen zu viert auf 35 qm hausen. (Obwohl ich gerne mit ’nem Wohnmobil rumfahren würde, aber da streikt Superdad!)

Ich persönlich (und auch Sohn2) fänden auch einen Bauernhof mit Pferden und Kühen und so schön, allerdings hat Sohn1 panische Angst vor Hunden (und einen Bauernhof ohne Hund habe ich noch nicht gesehen…).

Ich möchte auch Platz außen rum, zumindest möchte ich mir den Garten / Grillplatz / whatever nicht mit den Vermietern teilen und auch nicht mit anderen Urlaubsgästen und deren Bratzen. (Ich erwähnte bereits, dass ich Sozialallergiker bin… 😕 ) Überhaupt möchte ich nicht in einem Haus mit den Vermietern wohnen. Und auch nicht wirklich in einer gleichgeschalteten Anlage mit Dutzenden gleicher Häuser dicht an dicht.

Ich möchte keine Raucherwohnung  (ich rauche zwar selber, aber draußen) und auch keine, in der Haustiere erlaubt sind.

Ja, und das Ganze hätte ich gerne ab Mitte Juli für 14 Tage, denn Anfang August ist Superdads Urlaub schon wieder vorbei! 😦

Ich sehe schwarz!

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Glück gehabt!


Sohn1 sah heute Morgen dem letzten Tag vor dem langen Wochenende mit einer Mischung aus Skepsis und aufkeimender Panik entgegen. Erst stand eine Latein-Arbeit an (für die er zugegebenermaßen tatsächlich einmal gelernt hatte) und außerdem sollte heute Nachmittag ein Zahn gezogen werden. Dieser biestige Eckzahn machte nicht die geringsten Anstalten auszufallen, obwohl sein Nachfolger sich bereits einen eigenen Weg oberhalb durch das Zahnfleisch bohrte. 😯 Der Kieferorthopäde meinte also, dass der persistierende Milchzahn raus müsse. Aber leider saß der bombenfest und ließ sich nicht ein bisschen bewegen. 😥

Also habe ich einen Zahnarzttermin ausgemacht und mir grauste davor nicht weniger als Sohn1. Nicht, dass ich persönlich Probleme mit dem Zahnarzt hätte, aber ich kenne mein Kind (das bislang noch keine schlechten Erfahrungen beim Zahnarzt gemacht hat)… Der wäre absolut ausgeflippt, wenn er den Einstich der Spritze gespürt hätte (oder allein nur die Spritze gesehen hätte – die beim Zahnarzt sehen immer besonders bedrohlich aus!) und aufgrund seiner „Behinderung“ ist es auch nicht gut möglich, ihn dann wieder runter zu bringen. Also habe ich auch schon den ganzen Morgen Fingernägel kauend verbracht und mir überlegt, wie ich dass um alles in der Welt ich das beim Zahnarzt manage…

Dann gegen 11 Uhr der Anruf: „Mama, du kannst den Zahnarzttermin absagen; der Zahn ist von alleine rausgefallen!“ Yippie!!!!!! Mir fiel ja ein Stein vom Herzen! Für ihn und für mich!

Ach ja, die Latein-Arbeit hat übrigens das gleiche Schicksal ereilt: Ausgefallen! :mrgreen:

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Die drei ???

20. Mai 2009 9 Kommentare

Noch drei Fragen bis zur Million!

Nee, zu gewinnen gibt es leider nichts, aber ich fand es trotzdem lustig, das Stöckchen von Silberblut:

Jeder Beworfene überlegt sich drei Fragen, deren Antworten ihn von anderen interessieren. Wenn möglich sollten das keine Fragen sein, die Grundsatzdiskussionen auslösen, es soll ja Spaß machen! Diese Fragen beantwortet der Stöckchenwerferzunächst selber und wirft den Drei?Stock dann an drei Blogger weiter. Leserantworten auf die gestellten Fragen per Kommentar sind natürlich ausdrücklich erwünscht! Wer das Stöckchen zugeworfen bekommt, beantwortet die Fragen bitte erst als Kommentar beim Werfenden und überlegt sich dann selber auch drei Fragen für den eigenen Drei?Stock und wirft es wiederum an drei Blogger weiter.

  1. Was ist dein absolutes Lieblingsessen, an das du dich aus deiner Kindheit erinnern kannst?
    Also bei mir ist das eindeutig Muttis Sauerbraten mit Klößen, die mit gerösteten Weißbrotwürfeln gefüllt waren. Der Sauerbraten wurde natürlich selbst eingelegt, ein paar Tage bevor es ihn gab und regelmäßig in der Beize gewendet. Die Soße war richtig schön dunkelbraun und leicht säuerlich – und absolut ohne Brotkanten, Lebkuchen, Rosinen oder sonstigem Gelumpe drin! Lecker!
    Leider mag hier außer mir niemand Sauerbraten, so dass ich schon ewige Zeiten keinen mehr hatte… 😦
  2. Welche Fernsehserie hast du als Kind am liebsten geguckt?
    Mal davon abgesehen, dass ich kein großer Fernsehfan war, es ungefähr 2,5 Programme gab und ich aus heutiger Sicht nicht verstehe, wie meine Eltern mich so etwas haben gucken lassen können (pädagogisch höchst unwertvoll!), fand ich Percy Stuart ganz toll. Und Mini-Max (Die unglaublichen Abenteuer des Maxwell Smart).
  3. Trinkst du lieber Wein oder Bier?
    Eindeutig Bier! Aber kein Export und dieses olle Schlenkerla Rauchbier geht auch gar nicht. (Wenn ich Schicken essen will, esse ich Schinken, aber wenn ich Bier trinke, dann möge es bitte auch schmecken wie Bier!) Und diese belgische Abartigkeit finde ich auch mehr als gewöhnungsbedürftig. Mit Bier meine ich Bier, schlicht und einfach und unverfälscht und ohne Beigabe von Grapefruit, Rotwein, Kaktusfeige, *insert irgendwelche unaussprechlichen Zutaten aus dem südamerikanischen Regenwald*. Weizenbier, Pils (je herber, desto lieber), Maibock, Guiness, Kilkenny…
    Rotwein vertrage ich gar nicht, weil ich davon Atembeschwerden bekomme *röchel* und Weißwein ist okay, aber wenn ich die Wahl habe, trinke ich eben lieber – ein Bier!
    Und ich verstehe gaaar nicht, warum man bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten Wein als Präsent erhält. Es ist unglaublich schwierig für uns, diese ganzen Weinpräsente loszuwerden (zumal es meistens Rotwein ist…). Warum verschenkt denn niemand ein nett geschmücktes Sixpack? (Es muss ja nicht unbedingt eine Sorte mit Schraubverschluss und PET-Flasche sein…)

Ach ja, und jetzt darf ich das Stöckchen noch weiterreichen! Ich hole kräftig aus und werfe zur Ehefrau, zu meiner Namensschwester und zum Herrn der seltsamen Redensarten, um seine Sommerpause zu unterbrechen.

Und alle anderen dürfen meine Fragen auch gerne hier in den Kommentaren beantworten 😀

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Es lebe das Konjunkturprogramm

15. Mai 2009 10 Kommentare

Dank der Wirtschaftskrise (Ein Hoch auf das Konjunkturprogramm!) schießen jeden Tag neue Baustellen wie Pilze aus dem Boden der Republik.

Grundsätzlich ja sicherlich sinnvoll, aber vielleicht könnte man diese Baumaßnahmen besser aufeinander abstimmen, bevor man die Bürger der Republik in den Wahnsinn treibt!

Heute Morgen habe ich geschlagene 30 Minuten für 5 km gebraucht, weil die Bundestraße statt zweispurig (was morgens schon nicht wirklich reicht und immer zu Stop-and-Go führt) nur noch einspurig war (und das auch die nächsten 2 Monate bleibt!), da der Belag erneuert werden muss. Na ja, ich habe schon deutlich schlechtere Straßenbeläge gesehen; bislang sind mir da keine Spurrillen oder Schlaglöcher unangenehm aufgefallen…

Es stand auch in der Zeitung, dass man die Baustelle weiträumig umfahren soll. Allerdings: Auf der Ausweichroute durch den Ort wird ebenfalls gebaut (mit Vollsperrung und Umleitung durch ein schmales Nebensträßchen (eine kopfsteingepflasterte Stoßdämpfer-Teststrecke). Und da staut es sich genauso, wie ich später am Vormittag feststellen musste. Die Strecke ist zwar einen Tick kürzer, aber ich brauchte für den Weg trotzdem 25 Minuten. Und diese Baustelle besteht noch bis 2010 oder so! Argh!

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Peng

13. Mai 2009 2 Kommentare

Ach, wie schön!

Unsere Regierung brütet ein neues superwichtiges Gesetz aus: Das Waffenrecht soll verschärft werden – als Folge des Amoklaufs von Winnenden!

Die Pläne der Koalition sehen nun vor, dass die sichere Aufbewahrung von Schusswaffen zu Hause besser überprüft werden soll. Kontrollbesuche gegen den Willen des Wohnungsbesitzers soll es dabei nicht geben.

Ähm, ja klar! Vermutlich wird hierfür die Verbeamtung von Parapsychologen in Erwägung gezogen 🙄 Oder plant unser Bundes-Trojaner den Einsatz von Röntgenflugzeugen? Wie will ich denn die Aufbewahrung zuhause überprüfen, wenn ich die Leute nicht besuche? Oder werden sie besucht und können dann freiwillig den Waffenschrank vorzeigen? Und wenn sie sich weigern? Dann gehen die Kontrolleure mit einem locker-flockigen „Nichts für ungut!“ und das war’s? Sehr wilde Sache….

Ach ja, und Paintball soll verboten werden, genau wie alle anderen Jagd- und Kampfspiele.

Jagd- und Kampfspiele, bei denen Spieler etwa mit Farbmunition in Luftdruckwaffen oder mit Laserpistolen aufeinander schießen, sollen künftig als Ordnungswidrigkeit bestraft werden. Bei Zuwiderhandlung soll laut Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach künftig ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro verhängt werden können.

Was für ein Quatsch! Auch wenn sich mir der Reiz dieser Spiele nicht wirklich erschließt, finde ich das Verbot völlig überzogen!

Ich bin davon überzeugt, dass dadurch kein einziger Amoklauf verhindert wird, aber Hauptsache, der Staat hat mal wieder seine Bürger ein bisschen eingeschränkt! Nur der Zugang zu einer Schießwaffe macht mich nicht zum Verbrecher oder Amokläufer. Auch das Spielen von Egoshootern (dem ich persönlich auch nichts abgewinnen kann) kann sicherlich nicht ursächlich als Rechtfertigung für diese Gestörten herhalten.

Aber vielleicht werden im nächsten Schritt auch alle Männer als potenzielle Vergewaltiger vorsichtshalber weggesperrt – immerhin haben sie ja Zugang zum notwenigen Equipment!

Bedenklicher finde ich persönlich es, wenn ich hier auf der Straße Steppkes sehe, die vielleicht gerade mal im Kindergarten sind und mit einer riesigen Wasser-Pumpgun unterm Arm rumlaufen! Da frage ich mich wirklich, was sich Eltern dabei denken, wenn sie ihren Kindern solches Spielzeug kaufen.

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Brehms Tierleben reloaded

8. Mai 2009 7 Kommentare

Ich sitze in der Küche und lese die Tageszeitung.

Sohn2 kommt herein und lässt seinen Blick über die vor mir liegende „Blick durch die Welt“-Seite gleiten. Plötzlich ganz entsetzt der Ausruf: „Was?! Die haben in München einen freilaufenden Tiger?!“

Ich: ? (Tiger? In Bayern? Die haben doch nur ab und an Problembären… 😕 )

Sohn2: „Ja, Mama, schau mal hier!“ Und er deutet auf die Überschrift eines kleinen Artikels:

Gefährlicher Vergewaltiger bleibt frei

Nein, mein Kind, kein Tiger! (Eher wieder ein Problembär…)

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