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Archive for Juli 2009

Bermuda-Dreieck?

17. Juli 2009 4 Kommentare

Kofferpacken im Hause Nosupermom

Ich: „Sohn1, hol doch mal die grüne Bermuda, die ich dir gekauft habe!“

Sohn1 kommt mit grüner Shorts aus Sweatshirt-Stoff.

Ich: „Nein, die Bermuda! Die ist länger!“

Sohn1 kommt mit einer olivfarbenen Shorts.

Ich: „Nein, Bermuda! Länger!“

Sohn1 kommt mit einer olivfarbenen langen Hose.

Ich: „NEIN! So eine grasgrüne, wie die Shorts vorhin, aber in länger! Bermuda eben!“

Sohn1 geht maulend wieder hoch. Gejammer aus seinem Zimmer: „Ich weiß doch nicht, was du meinst….!!!“

Sohn2 ist behilflich und zeigt seinem Bruder, was ich meine.

Sohn1 kommt mit der gewünschten Hose und brummt: „Jetzt weiß ich auch, warum die Bermuda heißen – weil man die nie wieder findet…!“

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38,5 °C


ist nicht der Titel einer neuen Dokumentarreihe im ZDF oder die gefühlte Außentemperatur in Kuala Lumpur, sondern der Wert, den mein Fieberthermometer gestern anzeigte. Geil!

Ich habe mich also schüttelfrostmäßig ins Bett verkrümelt und heute geht es dann schon besser. Nicht gut, aber besser!

Jetzt wird gepackt und morgen geht es los. Ich werde mich heute noch weitestgehend schonen, denn die Fahrerei morgen bleibt ja an mir hängen, da Superdad nicht gerne Auto fährt – und Autobahnen schon zweimal nicht! Tja…

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So nötig wie ein Loch im Kopf

15. Juli 2009 4 Kommentare

brauche ich jetzt – 3 Tage vor dem Start in den Urlaub – diese beschissene Erkältung.

Nichts ist bei fast 30 Grad schöner als wenn die Augen tränen, die Nase juckt und läuft und brennt, der Hals kratzt und der Kopf bei jeder Bewegung Schwappgeräusche macht! NICHT!

Nein, ich habe noch keine Steckdosennase und kein Ringelschwänzchen, also schließe ich die Schweinegrippe aus!

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Achtung! Suchtgefahr!

14. Juli 2009 3 Kommentare

Seit ich meinen iPod habe, habe ich ja Hörbücher für mich entdeckt. Sind einfach ideal beim Stricken, beim Putzen (na ja, wenn ich nur beim Putzen welche hören würde, hätte ich wohl noch keins zu Ende gehört… 😳 ), beim Kochen, beim Irgendwo-Warten…

Und mein derzeitiger Lieblings-Autor ist unbestritten Sebastian Fitzek! Seine Bücher werden von Simon Jäger gelsen, der auch Dem kleinen Drachen Grisu 😆 , Heath Ledger und Matt Damon seine Synchronstimme leiht. Und seine Bücher sind intelligent und unglaublich spannend. Das sie in Berlin spielen, wo ich mich ja auskenne, erhöht für mich den Reiz zusätzlich, aber sie wären auch toll, wenn der Schauplatz Oer-Erkenschwick wäre. :mrgreen:

Das letzte, das ich gerade gehört habe, war Splitter. Ein mitreißender, atemberaubender Psychothriller mit ziemlich  unerwartetem Ende.

Was, wenn wir die schlimmsten Erlebnisse unseres Lebens für immer aus unserem Gedächtnis löschen könnten? Und was, wenn etwas dabei schief geht?

Marc Lucas fragt sich, ob er den Verstand verliert. Marc Lucas ist sich sicher, den Verstand zu verlieren. Marc Lucas weiß, dass er den Verstand verloren haben muss. Wieso ist er plötzlich Teilnehmer des Memory-Experiments „Lernen zu vergessen“, wenn er doch nicht daran teilnehmen wollte? Warum ist in seinem Leben nichts mehr so, wie es sein soll? Warum ist seine kürzlich verstorbene Frau einmal da und dann wieder weg? Wer jagt ihn durch Berlin? Warum benehmen sich plötzlich alle ihm vertrauten Personen so verdächtig? Und warum kann er nur einer Fremden trauen? Oder kann er das wirklich? Und was soll er vergessen? Den tragischen Unfalltod seiner Frau? Aber an den erinnert er sich ja noch! Was weiß er denn, das gefährlich sein könnte?

Dieses Buch ist eine Aneinanderreihung von Cliffhangern, die den Zuhörer recht atemlos zurücklassen. Sicherlich erscheint vieles sehr klischeehaft und übertrieben, aber das mindert den Reiz beim Zuhören nicht. Vielleicht empfindet man es auch nur stellenweise als too much, weil es in Deutschland spielt, an dessen „Normalität“ man gewohnt ist? In amerikanischen Thrillern hatte ich dieses Gefühl noch nicht und die sind ja auch nicht immer wirklich aus dem Leben gegriffen. Und: Wenn man dann doch einmal nachdenkt, erscheint es nicht ganz so abwegig, dass so etwas passieren könnte. Geforscht wird daran ja schon…

Ebenfalls empfehlenswert ist Amok Spiel. Wer also mal einen guten deutschen Thriller mit vielen Irrungen und Wirrungen und überraschenden Wendungen hören mag, der sollte hier zugreifen!

Und John Katzenbach ist auch sehr gut! Besonders gefallen haben mir hier Das Opfer und Der Patient, übrigens ebenfalls von Simon Jäger gelesen.

Jetzt muss ich mir nur noch einen weiteren Fitzek, nämlich den Seelenbrecher auf den iPod knallen, damit ich auch im Urlaub was zu hören habe. Der hat zwar nicht ganz so gute Rezensionen bekommen, aber für meinen Mainstream-Geschmack reicht es sicherlich.

Und dann gehe ich mal auf die Suche, was Simon Jäger noch so gelesen hat, denn dem kann ich echt gut zuhören!

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Nackte Tatsachen

5. Juli 2009 10 Kommentare

Gestern waren wir mit den Kids lecker Steak essen, im Steakhaus. Nicht ganz billig, aber ein Luxus, den wir uns gönnen.

Als wir ankamen, war es schon gut besucht und ich wunderte mich schon sehr, dass direkt neben der Eingangstür (innen im Restaurant) ein Kinderfahrrad stand. Kann man ja wohl, wie alle Leute auch, draußen abstellen.

Als wir gerade beim Bestellen waren, fiel mein Blick wieder in Richtung des Fahrrades. Und da stand ein splitterfasernacktes Kind – eindeutig männlich – nur mit Helm und Sandalen. Alter ca. 5 Jahre. Die Mutter beugte sich gerade zum Bezahlen über das Kreditkartengerät und der Vater stand irgendwie in einem Adidas-Anzug, der ohne weiteres als Pyjama-Shorty  hätte durchgehen können, planlos in der Gegend rum. Das Outfit (oder Nicht-Outfit) ihres Nachwuchses schien sie nicht wirklich zu beeindrucken. Die meisten Gäste und auch die Bedienungen grinsten nur, aber ich muss sagen, dass ich das irgendwie tendenziell unwitzig fand. Ich bin nicht prüde, aber ich denke, ein fünfjähriges Kind muss nicht nackt in Restaurants rumlaufen. Ich habe mich auch sehr gewundert, dass seitens des Restaurants da gar nichts gesagt wurde…

Die gingen dann auch, mitsamt Fahrrad und ich frage mich wirklich, ob die das arme Kind jetzt spiltternackt bei 35 Grad auf dem Fahrrad durch Frankfurt haben fahren lassen. Und ich frage mich, warum das Kind so spärlich bekleidet war. Ist ihm ein Malheur passiert? Kann ja sein. Aber ich würde sagen, da muss es dann eben durch und mit nasser Hose weiter. Oder ist das Kind in der Ausbildung, um den nackten Jörg abzulösen?

Very strange!

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Ich bin Mama – holt mich hier raus!

2. Juli 2009 16 Kommentare

Kinder verlangen den Eltern viel ab!

Den etwas sensibleren Seelchen Mägen wird empfohlen, nicht weiter zu lesen!

Ich bin ja wirklich ziemlich schmerzfrei. Ich habe keine Probleme, wenn ich Blut sehe. Ich raste nicht komplett aus und werde hysterisch, wenn sich eines meiner Kinder irgendwelche Verletzungen zuzieht. Ich störe mich nicht an teilweise absonderlichen Gesprächsthemen bei Tisch. Ich habe selber im zarten Alter von 16 meinen Eltern unbewusst gründlich den Appetit verdorben, als ich beim Mittagessen ausführlich über das Sezieren von Rinderaugen im Bio-LK berichtet habe. Auch auf dem Schimpfwort-Sektor gibt es für mich nicht viel Neues unter der Sonne. Ich habe keine Angst vor Spinnen, Schlangen, Mäusen. Ich neige nicht zu den klischeehaften XX-chromosomal bestimmten Reaktionen.

Ich habe mich für ziemlich abgebrüht gehalten. Bis heute.

Sohn1 kam aus der Schule und packte – völlig untypisch – sofort seine Brotdose aus und kam in die Küche.

„Heute wurden in Deutsch wieder Referate gehalten und die N. hat über ‚fremdländische Delikatessen und Spezialitäten‘ referiert!“

Naiv, wie ich bin, dachte ich an Wasabi-Erdnüsse und Sushi, vielleicht noch Schlangensuppe oder Krokodilsteak, aber was jetzt kam, schlug dem Fass den Boden aus!

Sohn1 öffnete seine Brotdose (Ich weiß nicht, was mich im Vorfeld schon dazu bewog zu fragen „Lebt das noch?“) und hielt sie mir freudestrahlend hin: „Hier, probier mal! Mehlwürmer!“ 😯

Ein Blick auf die bräunlichen, gut 4 cm langen DINGER, die dort stocksteif in der Brotdose lagen, genügte und ich quiekte hysterisch sagte in dieser autoritären Stimme, die wohl nur Mütter haben können: „Raus! RAUS!!! Sofort! In die Mülltonne! Auf der Stelle! Schnell!“

Wenn es scheinbar irgend etwas gibt, dass mich überschnappen lässt, sind es Insektenlarven. Nicht Schmetterlingsraupen oder Marienkäferlarven, aber Fliegenmaden (Stichwort: Biotonne im Hochsommer!) und Mehlwürmer definitiv! ARGH!!!!! Allein die Vorstellung, dass ich diese DINGER anfassen sollte, geschweige denn essen, führte zu Schnappatmung! Okay, sie waren tot und gebraten, aber trotzdem… 👿

Sohn1 befolgte den Befehl (nein, es war keine Bitte!), zeigte sich aber absolut verständnislos. Er brach in Tränen aus und erklärte, dass die doch „wie Popcorn“ schmeckten. Meinen Einwand, dass ich, sollte ich Gelüste nach Popcorn haben, mir ebensolches kaufen würde, ließ er nicht gelten. Und vorsichtiges Nachfragen meinerseits, ob denn nicht noch andere in seiner Klasse ähnlich reagiert haben, verneinte er!!! 😯 Alle hätten mindestens einen Mehlwurm probiert, sogar der Deutschlehrer! Und die N. (im übrigen ein deutsches Mädchen mit deutschen Eltern) habe auch Tipps zur Zubereitung gegeben („Erst eine Viertelstunde einfrieren und dann in Olivenöl anbraten und würzen!“) und das Hinterteil schmecke viel besser und die Füllung sei sehr gut, aber die Füße kitzelten auf der Zunge!!!! Wie krank ist das denn?

Wir reden hier von dem Kind, dass jedes neue Gericht zuhause misstrauisch beäugt und bei Kartoffelbrei und Spinat von Würgereiz (wirklich!) befallen wird! Und dann geht der hin und isst diese DINGER!

Nun, ich nicht! Nennt mich spießig, aber ich bin doch nicht im Dschungelcamp!

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