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Archive for Oktober 2009

Mir fehlt der Durchblick

23. Oktober 2009 18 Kommentare

Und das liegt daran, dass der Zahn der Zeit nun doch an mir nagt…

Seit 2 Jahren habe ich eine Lesebrille, da einfach die Arme zu kurz wurden 🙄 So eine Lesebrille ist eine tolle Sache. Der Nachteil ist nur, dass ich sie nie dabei habe, weil sie immer zu Hause liegt. Und so stehe ich dann dumm im Supermarkt herum und blinzele Packungen an, um zu erahnen, was denn bitte schön in der Zutatenliste so drin steht. Irgendwie geht es dann doch, wenn ich eine Stelle im Laden finde, die etwas besser beleuchtet ist, denn dann ziehen sich die Pupillen stärker zusammen und ich sehe schärfer.

Da ich die Brille eben nur fürs Lesen brauche, laufe ich daheim auch nicht ständig damit rum und deshalb vergesse ich sie immer! Ich könnte mir so ein Brillenkettchen umhängen, aber dann bräuchte ich auch noch kleine lila Dauerwellen. Fällt also schon einmal flach. Oder ich schiebe sie mir lässig ins Haar, was gar nicht so schlecht aussieht, aber den Nachteil hat, dass sich die Haare in diesen Nasenflügelauflegern verheddern und beim Runterziehen der Brille ausgerissen werden. Setze ich dann die Brille auf, hängen mir die ausgerissenen Haare vor dem Mund rum und ich sehe aus wie ein Teppichhai.

Aber die Rettung ist in Sicht! Heute war ich nämlich bei der Augenärztin, weil ich den Eindruck hatte, dass ich – trotz Lesebrille – schon einmal schärfer gesehen habe. Zumindest im Nahbereich. Im Fernbereich erschien mir alles bestens.

Weit gefehlt. Ominöserweise hatte ich nämlich auch im Fernbereich deutliche Defizite. Nichts wirklich Gravierendes, also nichts, was die Anschaffung eines Hundes erforderlich machen würde, aber doch genug, um über eine neue Brille nachzudenken… Oder auch zwei.

Ich kann nämlich jetzt wählen, ob ich eine Fern- und eine Nahbrille möchte oder eine Gleitsichtbrille. Gleitsichtbrille ist mit Sicherheit teuer. Allerdings weiß ich noch nicht, was denn zwei „normale“ Brillen kosten würden. Zwei Brillen würden auch das Ich-hab-meine-Lesebrille-vergessen-Problem nicht lösen. Und ständig Brillen zu wechseln hört sich auch nicht wie eine gute Idee an. Aber über Gleitsichtbrillen hört man ja die abstrusesten Horrorstories (neben den Erfolgsgeschichten, insbesondere auf den Seiten der Optiker…). Leute, die ich völlig unnatürlicher Haltung vor dem Bildschirm sitzen, damit sie den richtigen Blickwinkel haben. Leute, die absolut seltsam die Treppe hochgehen, weil sie nicht wie früher einfach den Kopf senken, um auf die Stufen zu schauen, sondern irgendwie unten durch die Brille durchlinsen müssen.

Hat von euch jemand Erfahrung mit Gleitsichtbrillen? Nee, ihr seid alle noch zu jung, oder?

Kontaktlinsen hört sich auch gut an, allerdings gibt es die nicht in „Gleitsicht“, sondern nur bifokal. Und Linsen habe ich auch noch nie gehabt… Der Vorteil gegenüber einer Brille wäre natürlich, dass sie nicht dauernd verschmiert sind.

Ich sag’s ja: Mir fehlt der Durchblick! 😕

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Geschmäcker ändern sich

23. Oktober 2009 17 Kommentare

Man sagt ja oftmals, dass sich die Geschmäcker (gibt es dieses Wort überhaupt? 😕 ) von Kindern im Laufe der Jahre ändern und nach der Pubertät dann auch Speisen gegessen werden, die vorher gar nicht gingen.

Sohn1 isst, seit er sprechen kann, keine Kartoffeln – außer als Pommes frites 🙄 Als Baby habe ich ihn mit selbstgekochtem Brei gefüttert, der aus Kartoffeln und diversen Gemüsen bestand. Hat er immer gegessen… Aber später ging gar nichts mehr: kein Kartoffelbrei, keine Salzkartoffeln, keine Bratkartoffeln, keine Klöße, nix, nada, niente!

Und so überreichte er bereits gestern Abend eine Protestnote, als ich verkündete, in Anbetracht des trüben Herbstwetters eine richtig feine Kartoffelsuppe zum Warmwerden kochen zu wollen. Mehrfach fragte er heute nach, ob es sich nicht doch um einen meiner schlechteren Scherze gehandelt habe.

Und dann saßen wir alle am Tisch und die Suppe dampfte verheißungsvoll im Topf. Und nach einem kurzen Wut- und Heulanfall, der niemanden beeindruckte, sprach das Kind die magischen Worte: „Gib mir auch ’ne Portion!“ Ich habe ihm dann eine vorsichtige Schöpfkelle aufgefüllt, die er unter Motzen und Meckern aß. Das war schon mehr als ich überhaupt erwartet hatte, denn bislang löste die Einwirkung von unfritierten Erdäpfeln auf seine Geschmacksnerven stets Würgeanfälle aus. 😯 Und dann war der Teller leer und das Kind sprach: „Kann ich bitte noch eine Portion haben?“ 😯 😯 Während er die nächste Kelle verputzte, hörte ich die gemurmelten Worte. „Warum esse ich das eigentlich?“, aber er nahm auch noch ein drittes Mal. Insgesamt war es vielleicht ein normaler Teller voll, aber ich saß sehr verblüfft daneben.

Und dann traf mich ein Geistesblitz: Der Junge ist in der Pubertät! Und es ist mit Sicherheit nicht so, dass sich die Geschmäcker ändern, aber es fällt deutlich schwerer, längere Zeit ohne Nahrung zu überstehen, da ja diese Pubertisten ständig ausgehungert sind. Das war also ein typischer Fall von „Der Hunger treibt’s rein!“

Nächste Woche machen wir mal die Probe aufs Exempel: Ich gebe ihm drei Tage nichts zu essen und dann serviere ich Spinat. Mal schauen, ob das auch klappt! 😛 Dann hätte ich auch empirische Belege für meine Theorie!

Hier noch das Rezept für die überaus leckere Suppe:

200 g Bacon Bits in 1 EL Öl auslassen

1 Zwiebel kleinhacken, dazugeben und glasig werden lassen

4 Möhren kleinschneiden

2 Stangen Porree in Ringe schneiden

1 Petersilienwurzel kleinschneiden

1 Pastinake kleinschneiden

1 Stück Sellerie kleinschneiden

viele Kartoffeln (ich habe mehligkochende genommen) kleinschneiden

Kartoffeln und Gemüse zu Speck und Zwiebeln geben und etwas andünsten

1 Liter Gemüsebrühe dazu und köcheln lassen, bis das Gemüse und die Kartoffeln weich sind (nach Geschmack). Dauert so ca. 30 Minuten.

Ich habe dann die Suppe ein wenig mit dem Kartoffelstampfer bearbeitet. So wird sie sämig, ist aber noch stückig und nicht so glatt püriert. Dann mit Majoran, Thymian, Salz und Pfeffer abschmecken, einen Ring Fleischwurst in Stücke schneiden und diese in der Suppe erwärmen.

Fertig!

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Fleißig

19. Oktober 2009 10 Kommentare

war ich!

In den letten Wochen habe ich doch das ein oder andere fertig bekommen!

Zunächst einmal ein Ishbel-Halstuch, gestrickt aus einer Wolle-Bambus-Seide-Mischung von Tausendschön:

Dann mal wieder einen Scrappy Lengthwise Scarf aus Sockenwollresten:

Hierbei habe ich in jeder Reihe die Wolle gewechselt und die Fäden hinterher geflochten.

Superdad hat auch neue Socken bekommen: Basket Check Socks aus der The Little Box of Socks:

Und mein February Lady Sweater (begonnen im April…) ist auch fertig. Der schimmelte eine ganze Weile hier vor sich hin und wartete nur noch darauf, dass irgend jemand ihm Knöpfe annäht. Hat sich aber keiner erbarmt, also musste ich es selbst machen… 😉

Wo ist meine Zackenschere?

16. Oktober 2009 10 Kommentare

Jetzt sind ja Ferien – und ich habe etwas mehr Zeit als sonst. Und ich habe mir vorgenommen, mal wieder etwas zu nähen. Hier liegt ja schon seit gefühlten 100 Jahren eine zugeschnittene Walkweste und die soll doch mal fertig werden.

Allerdings habe ich beschlossen, dass ich sie nicht säumen will. Daher will ich die Saumzugaben jetzt mit der Zackenscheren abschneiden. Nur: Wo ist meine Zackenschere???? Ich könnte schwören, dass ich eine habe / hatte! Da ich ja, wenn ich irgendetwas anfange, dazu neige, mir gleich alles mögliche Zubehör zu kaufen, bin ich ganz sicher, dass ich auch eine Zackenschere besitze. Und die war sicher nicht billig!

Nur ich finde sie nicht! Waaaah! Ist das denn die Möglichkeit? Muss ich mir etwa eine Neue kaufen? Und dafür dann wieder rund 40 Euro latzen? Menno!

Bleibt die doofe Weste also erst einmal liegen…

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DIY

16. Oktober 2009 1 Kommentar

Gestern ist bei Sohn2 der Rollladen kaputt gegangen. Irgendwie sagte das Kind, es habe beim Hochziehen geknackt und dann hatte er den Gurt in der Hand. Den ganzen Gurt, während der Wickler noch am Fenster hängt.

Kein Problem für Supermom! Gurtwickler abgeschraubt, aufgehebelt, Scheiße! Blöde Spannscheibe dreht sich wie ein Kuhschwanz in alle Richtungen ohne irgendetwas aufzubauen, dass sich im entferntesten als „Spannung“ verkaufen ließe. Feder kaputt! Bei diesem neumodischen Kramm kommt man da auch nicht dran, also ist es egal, ob gebrochen oder ausgehängt – ein neue Gurtwickler muss her.

Da denkt man sich „Das ist eine meiner leichtesten Übungen! Ab in den Baumarkt, kaufen, Gurt aufwickeln, anschrauben, fertig!“

Denkste, Puppe!

In keinem der umliegenden Baumärkte und auch bei keinem Rollladen-Fuzzi in der Nähe gibt es diese Mistdinger ohne Gurt. Ich habe jetzt so ein blödes Teil mit Gurt gekauft, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, irgendwo im Internet noch ein Teil ohne Gurt zu finden. Irgendwie finde ich nämlich die Vorstellung nicht so prickelnd, den ganzen Gurt von der gespannten Scheibe abzuwickeln und den alten Gurt auf die Scheibe draufzupfriemeln. Wenn der Gurt bereits drauf ist und der Wickler sozusagen „scharf“ ist, dann ist ja keine Sicherung mehr drin. Das hört sich für mich nach zerfetzten und/oder eingeklemmten Händen an! 😯

Sollte also jemand da draußen einen weißen Aufputz-Gurtwickler in 14 mm ohne Gurt übrig haben, dann wäre ich eine dankbare Abnehmerin!

Unsere Nachbarn, die Igelklauer, sind auch im DIY-Fieber und planen wohl ihren Parpkplatz vor dem Haus neu zu pflastern. Um die alten Steine aufzunehmen, haben sie einen Container bestellt. Der kam heute Morgen um 10 nach 7, der Kipplaster hielt direkt vor meinem Schlafzimmer und ich saß senkrecht im Bett, weil sich das anhörte, als haue jemand neben meinem Ohr auf einen Bronzegong (oder sei mit Vollgas in unser Auto gerast)! ARGH! 👿 Es sind Ferien! Ich will ausschlafen!

Irgendwie meinte unser Nachbar dann noch, 19 Minuten mit dem Hammer auf den Container hauen zu müssen – keine Ahnung, wozu das gut sein soll!

Irgendwie hat er wohl auch Superdad auf dem Weg zur Arbeit abgepasst und ihn gefragt, ob dieser was dagegen habe, wenn der Nachbar die L-Steine, die unser Grundstück zu Nachbars abfangen (ca. 0,5 m) entfernt und dafür Steinpalisaden aufstellt. Mir fiel ja alles aus dem Gesicht, als ich Superdads SMS gelesen habe… Er hat ihm dann unmissverständlich mitgeteilt, dass er da ganz sicher was dagegen hat! (Immerhin haben wir das von Profis machen lassen und da werden wir den Teufel tun und jetzt so ein Heimwerker-Männlein da rumpfuschen lassen!) Na schön, er will dann die Palisaden davor stellen! Good luck! Die L-Steine sind einbetoniert – und wehe, die fallen um oder wackeln hinterher! Freue mich sowieso schon, dass jetzt morgen früh sicher erst einmal die alten Steine in den Container geworfen werden! GONG! GONG! GONG!

Und nächste Woche dann der Spaß mit dem Rüttler (wobei ich mir fast vorstellen kann, dass der so doof ist und einfach nur die neuen Steine verlegt….)! Ausschlafen ade!

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Verlosung


Nein, ich verlose nichts, aber bei Tina auf Mosaik und Strick gibt es eine Verlosung zum Blog-Geburtstag.

Herrliche Sockenwolle in wunderschönen Beerentönen – hmmm….

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Zeit vertrödeln

9. Oktober 2009 1 Kommentar

Wenn Menschen sich abends zur Sitzung des Schulelternbeirats (SEB) treffen, dann geht man doch irgendwie davon aus, dass alle ein Interesse daran haben, die Sitzung zügig zu beenden. Wir haben alle schon einen langen Tag hinter uns und müssen auch am nächsten Morgen wieder früh raus. Oder haben die alle kein Zuhause? Oder ne feuchte Wohnung?

Aber vorgestern abend war von Zügigkeit nichts zu merken. Es wurde wieder einmal um des Kaisers Bart diskutiert.

Wenn die SEB-Vorsitzende fragt, ob die Elternbeiräte die an die Klassenelternschaft weiterzuleitenden Informationen per E-Mail von ihr oder von der Schulleitung erhalten wollen, dann erschließt sich mir der Sinn dieser Frage ohnehin nicht auf Anhieb (bislang haben wir sie von ihr bekommen und das war okay). Aber wenn dann eine heiße Diskussion ausbricht, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Letztendlich ist es mir völlig egal und wenn der Kram vom Hausmeister kommt! Ich bekomme eine Mail. Ich leite sie weiter. Oder nicht, wenn es die Eltern nicht betrifft. Fertig.

15 Minuten vertrödelt…. 😈

Dann die Wahl des neuen (alten) Vorstands. Dauert. Ist eben so. Man darf nicht per Akklamation abstimmen, also müssen für die zwei Wahlgänge Stimmzettel ausgeteilt, ausgefüllt, eingesammelt, ausgezählt werden. Nervig, aber gut…

Dann wird – wohl in erster Linie für die Elternbeiräte der neuen fünften Klassen – noch einmal erklärt, wann eine Entschuldigung zu schreiben ist und wie diese auszusehen hat. (Wobei man ja davon ausgeht, dass nach vier Jahren Grundschule jeder schon einmal eine geschrieben hat. Und dass man sein Kind nicht entschuldigen kann, sondern nur darum bitten kann, es zu entschuldigen, ist irgendwie auch klar.)

Und dann sitze ich da und nicke und denke „Okay, jetzt bitte weiter im Text!“, als vor meinen verblüfften Augen eine Elternbeirätin einer 6. oder 7. Klasse sich meldet und anmerkt, dass solch eine Information ja, bitte schön, von der Schulleitung zu erfolgen hat und dass sie bei ihren Eltern da wohl auf Granit beißen werde, wenn sie denen das mitteilt. 😯 Okay, diese Aussage allein fand ich schon grenzwertig, aber was gibt es da zu diskutieren? Die Sache mit den Entschuldigungen steht in der Schulordnung. Und wenn die Eltern die Information nicht ernst nehmen, dann eben nicht. Ist ja nicht so, dass man als Elternbeirat für die anderen Eltern haftet… Und wenn die das nicht ernst nehmen, dann werden sie bei entsprechenden Fehlzeiten der Kinder eben die Konsequenzen zu spüren bekommen. So what? Da muss ich noch nicht nachts um 10 noch drüber debattieren! 👿

Ja, das war dann der Punkt an dem ich gegangen bin… Keine Ahnung, wie lange das noch ging, aber mein Bedarf war gedeckt. 👿

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