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10 Euro, viel Rost und kein Cache


Heute Abend wollten Superdad und ich einen Cache heben, der uns beim letzten Mal verborgen blieb. Der Cache liegt an einem der vielen Brunnen, für die unser Städtchen „berühmt“ ist. Bei diesem handelt es sich um eine artesische Quelle mit hohem Kohlensäuregehalt. Die Kohlensäure wird ihr dort am Zielort des Caches in einer Kohlensäurescheideanstalt (Was für ein wunderschönes Wort! Das kann es nur im Deutschen geben!) entzogen und dann wird das Wasser sans Kohlensäure dem örtlichen Fluss zugeführt. Trinken kann man das auch und es gibt auch Leute, die das machen und sich sogar Flaschen mitbringen, aber es schmeckt ziemlich metallisch und ist auch sonst mit Vorsicht bzw. in Maßen zu genießen, da es ein Heilwasser ist.

Auf jeden Fall war ich der Meinung, dass der Cache dort zu suchen sei, wo das Wasser in den Fluss geleitet wird 😯 Um nicht komplett nasse Hosenbeine zu bekommen, habe ich die Beine einfach hochgeschoben und stieg dann – gut beschuht mit meinen Crocs – auf die Schräge und tastete das Gatter ab. Kann man ja von zwei Seiten machen: oberhalb und unterhalb des Gatters. Ich entschied mich spontan für „unterhalb“ – und machte binnen Sekunden auf dem glitschigen rostverschmierten Stein den Abgang. Kurz mal mit dem Schulterblatt auf einen Stein geknallt, konnte ich mich nach kleiner Rutschpartie noch geistesgegenwärtig an einem nicht minder rostigen Vorsprung abbremsen, ehe ich endgültig im Fluss baden gegangen wäre… Yeah! Schwimmen in weiter Baumwollkleidung! Erinnert mich an alte Rettungsschwimmerzeiten!

Meine Lieblingsjacke und meine Lieblingsjeans haben allerdings etwas gelitten…

Foto

Dank frag-mutti.de weiß ich jetzt schon, dass ich morgen Zitronen und Salz in größeren Mengen einkaufen muss (Mist, dabei hatte ich heute doch schon alles besorgt fürs Wochenende, um eben NICHT noch einmal einkaufen zu müssen! 👿 ), um den Rostflecken zu Leibe zu rücken. Drückt mir mal die Daumen, dass das wieder raus geht!!!!! 😦 Übrigens haben auch das T-Shirt (hinten am Saum) und der Slip eine neue rostrote Farbe angenommen. Es steht also ein Großwaschtag an…

Ansonsten beschränken sich die Blessuren auf aufgeschürfte Hände, einen abgebrochenen Fingernagel (ooooch….!) und einen fetten blauen Fleck auf der Handfläche an der Fingerwurzel des Mittelfingers (ich hätte nie geglaubt, dass man dort einen blauen Fleck bekommen kann… *kopfschüttel* ) Wahrscheinlich auch noch einer am Rücken, aber insgesamt ist es halb so wild. Ich fand es eher witzig! War bestimmt ein Bild für Götter, wie ich mit der Grazie eines jungen Nilpferds den Abgang auf der Wasserrutschbahn mache!

Trotz meines nassen und dreckigen Outfits haben wir noch ne gute dreiviertel Stunde gesucht, sind aber erneut nicht fündig geworden. Na schön! Alle guten Dinge sind drei! In den Cache-Logs sieht man auch, dass wir nicht die einzigen Deppen sind, die mehrere Anläufe brauchen!

Und die 10 Euro? Die habe ich auf dem Weg gefunden!

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  1. 29. Mai 2010 um 11:20

    Ist ja wie beim Indiana Jones. 🙂 Gut zu wissen, dass nichts ‚böses‘ passiert ist.

    OT:

    … Grazie eines jungen Nilpferds …

    Das verstehe ich nicht so richtig. :mrgreen:

  2. zimtapfel
    29. Mai 2010 um 12:16

    Auweia, das sieht ja gut aus! 😆 Geht aber bestimmt wieder raus.

    Hier kam heute morgen ganz unverhofft ein Vista HCx an. (Mein Schatz ist doch der Beste!) Und jetzt schlage ich mich gerade mit der Technik herum… Aber bald werde ich auch loslegen! 😀

  3. Frau Argh
    1. Juni 2010 um 07:54

    oO ist doch ein „gefährliches“ hobby, was…*hrhr* die 10 euro kannst du gleich in die zitronen und das salz investieren…anlauf 3 klappt bestimmt!

  4. 3. Juni 2010 um 13:13

    ich hab ja nen cache für nen freund mal mit nach hongkong geschleppt und sort plaziert …. *hust* … in geheimster geheimagentenmission sozusagen. er ist auch schon fast wieder daheim … mal sehen wie viele monate das noch dauert … *HUST* … also für mich wär das ja nix mit meinen zarten nerven … *umkipp*

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