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Ich hasse meinen Reviewer


Reviewer bei Groundspeak zu sein ist bestimmt ein hartes Brot. Jede Menge Leute, die halbgare Caches legen, minutiös begründen können, warum gerade bei ihrem Cache eine Ausnahme gemacht werden muss soll, alles ehrenamtlich und sich dann auch noch auf ellenlange Diskussionen einlassen müssen.

Ich folge einigen Reviewern auf Twitter und amüsiere mich sehr über die Bröckchen aus den Cachelistings, die sie veröffentlichen. Und ich habe Respekt vor ihrer Arbeit, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, was Ehrenamt bedeutet. Vollzeitarbeit für lau!👿

Hier in unserem Dunstkreis haben wir allerdings einen Reviewer, der irgendwie unter Allmachtsfantasien zu leiden scheint und glaubt, aus seinem Arsch scheine die Sonne! Da werden Caches nicht freigeschaltet, obwohl sie den Guidelines entsprechen, weil er das nicht will. Punkt! Da werden Begründungen angeführt, die er sich scheinbar in schlaflosen Nächten selbst ausgedacht hat. Da werden Cacheowner der Lüge bezichtigt. Mittlerweile hat er es sich mit so ziemlich jedem Cacher hier in der Gegend verscherzt und müsste wohl, wenn er auf einem Event auftauchen würde, einen Kevlar-Overall tragen und einen Vorkostet mitbringen…😈

Nun begab es sich, dass der Geburtstag von Sohn1 nahte und wir beschlossen, dem Kind einen Geburtstagscache zu legen. Ein passender Ort war schnell gefunden und ein Döschen versteckt. Und ja: Wir haben einen Fehler gemacht. Wir haben die Entfernung zu einem Mystery-Final in der Nähe nur geschätzt („Ach, das ist doch viel weiter weg…!“) und leider übersehen, dass wir ein Abstandsproblem haben…

Vier Tage vor dem Geburtstag haben wir den Cache gelegt und in der Reviewer Note auch darauf hingewiesen, dass es ein Geburtstagcache werden soll. Die Reviewer Note war nett und freundlich geschrieben, um TPTB milde zu stimmen🙄

Zwei Tage vor dem Geburtstag kam dann die Reaktion mit dem Hinweis auf das Abstandsproblem! Shit! Was tun?

Also am nächsten Morgen (einen Tag vor dem Geburtstag) im Schweinsgalopp in den Ort gefahren, den Cache umgelegt, ein paar Fotos von markanten Dingen in der Umgebung der Startkoordinaten gemacht, anhand der Fotos zuhause eine flotte Formel ausgetüftelt und den Tradi in einen Multi verwandelt. Na ja, fast… Denn im Eifer des Gefechts habe ich zwar als Cachetyp „Multi“ ausgewählt, bin dann aber sofort zur Eingabe der Wegpunkte gesprungen, ohne die Änderung abzuspeichern.

Nachdem ich dannalles eingetippt hatte, habe ich den Cache also wieder in die Queue gestellt und hatte prompt (was mich sehr gefreut hat) nach 10 Minuten eine Reaktion des Reviewers. Der Cachetyp würde nicht stimmen…😦 Nun, wo er recht hat, hat er recht und bis jetzt hatte er noch nichts getan, was meinen Unmut erregt hätte. Ich habe also binnen 4 Minuten den Cachetyp korrigiert und dann gewartet…

Und gewartet…

Und gewartet…

Ich bin davon ausgegangen, dass die Reviewer den Cache praktisch automatisiert zu einer bestimmten Uhrzeit freigeben können (so wie ich hier auch Blogeinträge verfassen könnte, die erscheinen, während ich schon schlafe😉 )und harrte ab Mitternacht der Dinge, die da nun kommen sollten. Nichts!

Auch im Laufe des (Geburts-)Tages tat sich – nichts! Keine Reaktion, keine Nachfrage, keine Reviewer Note und vor allem: KEINE FREIGABE!👿👿👿

Der Geburtstag kam und ging und es passierte – nichts… Es wurden vom gleichen Reviewer ungefähr eine Fantastillion andere Caches veröffentlicht, aber bei meinem? Nichts!

Erst gestern, nachdem ich noch einmal nachgefragt habe, woran es denn nun hänge, wurde kommentarlos innerhalb von einer Viertelstunde freigeschaltet!

Was für ein Riesenarschloch!

Ich plane, einen Geocaching-Krimi zu schreiben, in dem das Opfer ein Reviewer ist und es 50 Verdächtige gibt, die alle ein Motiv und eine Gelegenheit hatten. Agatha Christie lässt grüßen…:mrgreen:

Kategorien:NÄHbenbei bemerkt Schlagwörter:
  1. 4. Dezember 2011 um 12:35

    *hust* Wie der Deutsche es aber auch schafft, aus jedem Hobby einen Bürokratie-Dschungel zu kreieren.😀

    (Ich war doch etwas verblüfft, muss ich gestehen. Also dass es da Reviewer gibt und strenge Regeln und so… oO)

    • 4. Dezember 2011 um 20:01

      Jedes Spiel hat Regeln, sonst funktionierts irgendwann nicht mehr, insbesondere dann, wenn immer mehr Leute mitspielen, wie das beim Geocaching der Fall ist. Das wird übrigens weltweit gespielt und auch die Regeln gelten international, das hat nix mit typisch deutsch zu tun.

  2. 4. Dezember 2011 um 20:04

    Was mich Reviewermäßig mal interessiert (da ich in Kürze mein erstes Listing aktivieren will), schaut der Reviewer eigentlich so richtig nach und macht sich selbst auf die Suche nach dem Cache, bevor er ein Listing freigibt, oder sieht er nur online nach, ob das Listing so in Ordnung geht?

  3. 8. Dezember 2011 um 22:55

    Ach ja, an dem Krimi beteilige ich mich gern als Co-Autorin. Oder wie wär’s mit einem Drehbuch? Ich wäre schon lange mal für einen Tatort, der im Geocacher-Milieu spielt…

    • 8. Dezember 2011 um 22:58

      :mrgreen:
      Ja, komm, das machen wir! Dann werden wir schön, reich und berühmt! Es gab ja schon einen TV-Krimi im Geocacher-Milieu. Irgendwann dieses Jahr bei „Der letzte Bulle“, aber das kriegen wir besser hin🙂 Wir haben ja schließlich auch echte Erfahrung und können da Herzblut einbringen!

  4. 8. Dezember 2011 um 23:00

    Schön ist das. Ich lande bei Supermom, rechne mit Rezepten und Tipps für Stilleinlagen, lese den ersten Post, kapier kein Wort und stelle fest: Keine Babypause gemacht zu haben, scheint mich ganz schön aus dem Job geworfen zu haben.🙂

  5. 10. Januar 2012 um 21:48

    mir war gar nicht klar dass es einen reviewer gibt aber das macht logischereise sinn. wild, das. wobei ih mich auch frage ob der tatsächlich richtig guckt oder nur virtuell?! whrscheinlich letzteres ….

  6. 10. Januar 2012 um 21:50

    Eher virtuell, wobei ich meine, dass bei Earth Caches die Reviewer auch vor Ort gucken. Das sind aber andere Reviewer als für die „normalen“ Caches.

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