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Der Weg zur neuen Küche (oder: Wie die alte Küche den Geist aufgab)


Die neue Küche hatten wir ja im Januar bestellt und die Lieferung sollte (von uns so gewünscht) in der Woche nach den Osterferien erfolgen, damit wir in den Ferien Zeit für die ganzen Handwerkerarbeiten haben. Nicht, dass wir gedachten, das selbst zu machen, aber ich fand es einfach entspannender, nicht noch die Handwerkertermine um 1000 andere Termine herumzujonglieren.

Nun ja… Ca. 6 Wochen vor dem Liefertermin – es war an einem Sonntag – plante ich, zum Abendessen Falschen Hasen (vulgo: Hackbraten), Blumenkohl und Kartoffeln zu machen. Den Hackbraten habe ich im Backofen (wir erinnern uns: er läuft nur noch auf Heißluft…) gemacht. Als er eigentlich schon so gut wie fertig war, begaben wir uns noch hinaus in Wald und Flur zum Geocachen. Wieder zuhause habe ich dann Blumenkohl und Kartoffeln aufgesetzt und den Ofen angeworfen, um den Klops fertigzuschmoren. Blumenkohl und Kartoffeln begannen gerade zu kochen, als plötzlich ein lautes „Whomm!“ ertönte und sowohl Herd als auch Backofen aus waren.👿 Ich ging in den Keller, um nach dem rechten zu schauen und bemerkte, dass die Sicherung des Herdes rausgesprungen war. Ich schob sie wieder hoch, was ein erneutes „Whomm!“ zur Folge hatte und mich vermuten ließ, dass hier doch mehr im Argen lag als es erst den Anschein hatte.

Wieder oben angekommen, verkündete ich die Planänderung: Es gäbe Falschen Hasen mit Weißbrot.😦 (Kartoffeln und Blumenkohl habe ich als „blanchiert“ definiert und eingefroren…:mrgreen: )

Am nächsten Tag zog ich dann los und wollte mir so ein Zwei-Platten-Dingens kaufen, um wenigstens irgendetwas kochen zu können. Reparatur des alten Teiles war ich nicht gewillt zu bezahlen (zumal ich das auch für aussichtslos hielt) und auf den Backofen könnte man mal verzichten, aber  6 Wochen nur belegte Brote? Nee, das ging gar nicht!

Bei toom gab es zwei verschiedene Zwei-Platten-Dingens: einmal so ein antiquiertes Teil mit normalen Kochplatten und einmal Induktion. Ich habe mich dann für Induktion entschieden, da die neue Küche das ja auch haben würde und das wäre ja schon gut zum Üben. Bis dahin war ich auch der festen Überzeugung, dass alle meine Töpfe (ein Sammelsurium seit Anno Tucktuck) voll magnetisch und somit bestens für Induktion geeignet seien…

Abends wollte ich es dann langsam angehen lassen. Für Sohn1 wollte ich eine Dose Ravioli aufmachen, für Sohn2 hatte ich noch einen Rest Nudeln mit Soße im Kühlschrank, den ich in der Mikrowelle warmmachen wollte. Also die Ravioli in den Topf, Nudeln mit Soße auf den Mikrowellenteller und Mikrowelle angeschaltet. Nach nur einer Minute machte die Mikrowelle schon „Bing!“. Komisch… Und auch gar nicht so kräftig wie sonst, sondern eher mit erstickender Stimme??? Richtig! Die Mikrowelle hatte – na? – ihren Geist aufgegeben!😈

Ich hatte ja das tolle Zwei-Platten-Dingens und war daher ausgesprochen tiefenentspannt. Nudeln und Soße zurück in den Topf und dann die Töpfe auf die Kochplatten und eingeschaltet. „Ping!“ machte das Induktionskochfeld. Ein Blick in die Bedienungsanleitung belehrte mich, dass „Ping!“ auf Deutsch bedeutet: „Da stehen irgendwelche Sachen auf mir rum, die nicht magnetisch sind! Wenn du was kochen willst, dann lass dir was Besseres einfallen!“👿 ARRRRRGH!!!! Netterweise war den Kochplatten auch ein kleines Rechteck beigelegt, mit dem man testen konnte, welche der im Besitz befindlichen Kochgeschirre magnetisch sind. Außerordentlich praktisch! Ich zerrte also nach und nach alle Töpfe und Pfannen aus dem Schrank, um festzustellen, dass ich eine (in Worten: EINE) Pfanne besaß, die die Anforderungen meines neuen Kochfeldes erfüllte, nämlich meine schmiedeeiserne.👿👿👿

Ich bereitete also den Kindern nach und nach ihr Essen in der schmiedeeisernen Pfanne zu und setzte den Kauf neuer Töpfe und Pfannen auf die To-do-Liste! *grummel*

Am wiederum nächsten Tag habe ich dann das örtliche Möbelhaus aufgesucht, die als Nebensortiment eine ganz nette Auswahl an Töpfen und Pfannen haben und habe mir ein Topfset von WMF mit 6 Töpfen ausgesucht und noch zwei Pfannen dazu. Meine alten Töpfe, mit denen ich ohnehin nichts mehr anfangen konnte, konnte ich dort sogar für 10 Euro das Stück zur Verrechnung abgeben und habe so für die 6 Töpfe nur 139 Euronen gezahlt, was ich für WMF-Töpfe ganz okay finde.😀

Nun war ich ausgestattet und es konnte die nächsten 6 Wochen weiterhin selbstgekochtes Futter geben. Nix übermäßig aufwändiges und Geburtstagskuchen für mich und Superdad gab es ohne Backofen auch nicht, aber immerhin ließ es sich aushalten…

Ich habe ja die ganze Zeit befürchtet, dass meine von Zeit zu Zeit inkontinente Spülmaschine auch die Gelegenheit nutzt, um endgültig die Grätsche zu machen, aber sie hielt tapfer durch bis zum Schluss!

(Und dass irgendein Intelligenzbolzen hier – eventuell sogar ich selbst – die Tür zum Gefrierschrank nicht ganz zugemacht hat, wodurch sich eine geschlossene Eisdecke über alle Fächer bildete, die Tür dann erst recht nicht mehr zuging und ich das blöde Ding komplett abtauen und den Inhalt komplett entsorgen musste, ist ja wohl eher ein Bedienerfehler und nicht dem armen Gerät anzukreiden…)

 

  1. 22. Mai 2012 um 21:29

    *auf die lippen beiss* böse küche, ganz böse alte küche! *losprust* sorry… schön, dass es auch anderen so geht!😀

  2. Frau Argh
    22. Mai 2012 um 23:45

    *gah* na wenn schon, denn schon…die vollvereisungweiltürnichtrichtigzuunddannallesabtauenundwegschmeißenaction kommt mir aber – leider – bekannt vor. hatten wir nämlich neulich erst bei herrn newargh und haben erst die handwerker in der wohnung nebenan im verdacht, damit was zu tun zu haben…gut möglich aber auch, dass einer von uns der depp war…

    trotz allem – GZ zur neuen küche.

  3. 8. Juni 2012 um 16:53

    oO …. DAS wäre ja was für mich. *hust* …. ich wäre ja total ausgeflippt ….. oh mann. die abtausache kommt mir auch bekannt vor. als ich nach meinem kaiserlichen schnitt im krankenhaus weilte, hat herr leah vor lauter stress den kühlschrank auch nicht zu gemacht und der stand dann gleich mal 5 tage lang offen ….. weil er ja mit mir im krankenhaus war. DAS war n spass. bäääh!

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