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Entrümpeln: Ich bin geflasht!


Ich bin ja derzeit am Ausmisten, wie man an meinem Flohmarkt sehen kann. Außer Dingen, die man mehr oder weniger bequem als Päckchen verschicken kann, müssen auch größere Sachen das Haus verlassen, wie z.B. der Kinderschreibtisch von Sohn2, der doch immerhin 120 cm x 70 cm x 65 cm misst.

In der örtlichen Flohmarkt-Gruppe auf FB hat sich kein Käufer gefunden, weshalb ich den Tisch dann bei freecycle eingestellt habe.

Ruckzuck hatte ich zwei Interessenten. Den ersten habe ich angeschrieben, den zweiten erst einmal vertröstet. Nach 1 1/2 Tagen hat dann der erste doch beschlossen, dass er den Tisch nicht ins Auto bekommt, weshalb ich den zweiten noch einmal angeschrieben habe und: Yeah! Er hatte noch Interesse und wir haben einen Abholtermin für heute Abend vereinbart. Ich erwartete ein größeres Auto; Van /SUV oder so etwas in der Richtung.

Es war schon dunkel und ich stand gerade vor der Haustür, um zu rauchen, als ein Fahrrad vorfuhr und jemand abstieg und sagte „Hallo! Ich komme wegen des Tisches!“

Ich blickte suchend die Straße entlang und erwartete eigentlich ein Begleitfahrzeug, aber da war nichts.

„Mit dem Fahrrad…?!“

„Ja, das geht schon!“

Okay, es war kein normales Fahrrad, sondern ein Lastenfahrrad (welches mir ausgesprochen gut gefallen hat). Aber trotzdem…

Und tatsächlich! Der Tisch wurde rausgetragen, kopfüber auf den Kasten des Fahrrads gestellt, mit einem Spanngurt festgezurrt und der neue Besitzer fuhr freudestrahlend davon! „Kein Problem! Der ist ja nicht so breit. Ich hatte letzt einen Schrank, der war 1,80 m lang, das war schon etwas diffiziler…“

Dazuzusagen ist, dass der Heimweg des neuen Besitzers in die Nachbarstadt über eine siebenprozentige Steigung bergauf (!) führt, die beim Ironman Frankfurt als Heartbreak Hill bekannt, berühmt und berüchtigt ist…

Ich war und bin absolut geflasht von Menschen, die sich wirklich so ganz ohne Auto organisieren und trotzdem alles auf die Kette kriegen! Chapeau!

Kategorien:Flohmarkt, NÄHbenbei bemerkt Schlagwörter:
  1. 12. Januar 2015 um 22:59

    oO aber mal echt: Respekt für den unerschrockenen Radler!!!

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