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Posts Tagged ‘Arwen’

Gab schon bessere Tage

20. Februar 2010 1 Kommentar

Heute vormittag – Sohn 1 machte Hausaufgaben, Sohn2 war mit seiner BUND-Kindergruppe unterwegs, Superdad surfte friedlich im Internet – saß ich auf der Couch und strickte an Arwen weiter. Mittlerweile hatte ich schon 9 Inches der Kapuze gestrickt und war an den Abnahmen für die Hinterkopfundung, also quasi auf den letzten Metern. Und dann rief diese kleine Stimme, die ich bislang immer erfolgreich verdrängt hatte (Na-na-na-na-naaaaa….!) höchst energisch: „Diese Kapuze ist viel zu groß! Probier die doch endlich mal auf!“ Hab ihr dann diesen Gefallen getan – und leider festgestellt, dass ich mit dieser Kapuze aussehe wie ein lilafarbener Dementor. 😯 WTF?

Nachdem ich ein paar saftige Flüche losgelassen habe, habe ich dann das Ribbelmonster zuschlagen lassen. Jetzt bin ich wieder am Halsausschnitt angelangt und werde mal weniger Maschen zunehmen, um auf eine etwas gefälligere Kapuze zu kommen. 👿

Und dann wurde um 13:30 Uhr Sohn2 wieder nach Hause gebracht: Unter dem Arm einen selbstgebauten Nistkasten, stinkend nach offenem Feuer – und mit einem völlig durchgebluteten Verband am rechten kleinen Finger! 😯

Nein, dass sei nicht beim Nistkastenbauen passiert, sondern er habe Schilf abreißen wollen, um es auf das Feuer zu werfen (die Kinder haben auch gegrillt 😀 ) und habe sich den kleinen Finger am Schilf aufgeschnitten – quer über das unterste Segment…

Ich bin ja mehr von der Na-dann-lass-mal-Luft-dran-und-dann-wird-das-schon-wieder-Fraktion und die Tetanus-Impfung ist auch noch in Ordnung, aber irgendwie klaffte das doch seltsam weit auseinander und war auch, äh, echt dreckig und so hielten wir es für sinnvoll, wenn da mal jemand drauf schaut, der sich mit so was auskennt.

Aus Erfahrung weiß ich, dass man in der Unfallklinik ewig und drei Tage wartet, wenn man nicht gerade mit dem Kopf unterm Arm ankommt und eine Blutspur hinter sich her zieht! 😈 Also dachte ich, dass ja der örtliche ärztliche Notdienst uns vielleicht hilfreich zur Seite treten könnte. EIn Anruf dort ergab, dass die Ärztin nicht da sei, es auch ungewiss sei, ob sie heute noch einmal käme (Hallo? Mittags um 13:30 Uhr? WTF?) und er – also der Mann am Telefon – nur verbinden könne, aber nicht saubermachen und nicht impfen und schon zweimal nicht nähen… Ja, ist klar! Verbinden kann ich auch!

Also doch Unfallklinik (nachdem ich mit Superdad noch eine kurze, aber hitzige Diskussion hatte, ob denn ein Belegkrankenhaus auch eine Ambulanz habe und ob ich denn nicht auch glaube, dass die Unfallklinik schneller zu erreichen sei als die Kinderklinik oder die Uniklinik oder ein anderes von den drölfzig Krankenhäusern in Frankfurt)! Ich weiß nicht, ob es am vorfrühlingshaften Wetter lag, aber irgendwie war da so gut wie nichts los (also mal so im Vergleich zu anderen Besuchen…), so dass wir mit Warten, Untersuchen, hysterisches Kind anschreien beruhigen, örtlich Betäuben, Säubern und Nähen weniger als anderthalb Stunden brauchten!

Danach gab es noch ein Eis und zuhause dann selbstgemachte Pizza und nun ist die Welt wieder in Ordnung!

Arwen ruht noch auf dem Sofa, denn ich muss jetzt noch ein bisschen Datenbank-Arbeit für den Förderverein machen und dann early to bed and early to rise: Morgen ist Bürgermeisterwahl und ich werde um 7:30 Uhr im Wahllokal erwartet… *gähn*

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Arwen wächst

15. Januar 2010 1 Kommentar

Hier habe ich ja geschrieben, dass ich eine neue Jacke auf die Nadeln nehmen will. Mittlerweile sind die Vorderteile und der Rücken (alles in einem Stück) schon bis zum Armausschnitt fertig und der erste Ärmel auch. 😀

Hier ist die gezopfte Vorderkante:

Arwen

Und hier der glatt rechts-Teil (boah, wie spannend…):

Arwen

Der zweite Ärmel ist schon in Arbeit!

Das Garn ist übrigens Lana Bambu von Cascade in der Farbe 07 – Amethyst.

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Eine Jacke für eine Zwölfe

26. Dezember 2009 5 Kommentare

Im November habe ich mir ja wunderschöne Wolle gekauft (Lana Bambu von Cascade), um mir die Dancing with the Devil-Jacke zu stricken. Allerdings gelingt mir damit keine Maschenprobe, die der im Muster auch nur nahekommt. Weder mit 5 mm noch mit 5,5 mm. Und noch dickere Nadeln mag ich echt nicht nehmen. 😦

Also muss etwas anderes her…

Und eine Jacke soll es unbedingt sein.

Da lief mir der Cardigan for Arwen über den Weg! (Wobei ich ja, wohlgemerkt, definitiv keine Elfe, sondern eher eine Zwölfe bin…)

Aber die eigenwillige Schnittmusterführung und die vielen vielen Blogposts, die ich gefunden habe und die von diversen Modifikationen handeln, bewirken nicht wirklich, dass ich entspannt an dieses Projekt herangehe. Das Muster ist ausgedruckt, die tolle Beschreibung der Modifikationen von Prairiespinner ebenfalls… Ich möchte auch eine runde Kapuze haben, aber da komme ich mit der Beschreibung von Prairiespinner nicht ganz klar. 😦 Ja, ich hasse auftrennen und mag daher nicht einfach losstricken, in der Hoffnung, dass mich die Erleuchtung spätestens beim Stricken überkommt.

Vorsichtshalber habe ich erst einmal eine iPod-Socke für Sohn2 gestrickt, der zu Weihnachten einen iPod Touch bekommen hat (unter Verzicht auf ein Geburtstagsgeschenk letzten Monat). Nur ist so eine Socke in 2 Stunden abgenadelt…

Die Kirchenfenster-Decke ist auch fertig (da reiche ich noch Fotos nach, wenn es mal wieder hell wird…)

Was tun, wenn man so richtig schön der Prokrastination frönen will? Genau! Eine neue Restedecke muss her. Es wird die Ten Stitch Blanket (Ravelry-Link) von Frankie Brown.

Und während ich daran nadele, werde ich hoffentlich den Mut schöpfen, die Zwölfen-Jacke anzuschlagen. Bis ich bei der Kapuze bin, vergeht dann ja auch noch etwas Zeit und ich könnte rausfinden, wie man eine runde Kapuze strickt. 🙄

Und bis dahin wächst die Restedecke…