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Posts Tagged ‘Auswandern’

Schulprobleme

19. Oktober 2008 4 Kommentare

Nein, dieser Blog mutiert nicht völlig zum Problem-Wälz-Teil, aber im Moment gehen mir eben viele Fragen durch den Kopf und die will ich eben beantwortet wissen, ehe wir eine endgültige Entscheidung fällen. Und da diese Entscheidung vermutlich relativ zeitnah ansteht, hat das Problemelösen auch eine gewisse Dringlichkeit.

Gestrickt wird auch noch: Ein Raglan von oben, bei dem ich derzeit bei den Ärmeln bin und ganz schnell stricke, damit ich fertig bin, ehe die Wolle zu Ende ist. 😉

Und einen Karius-Schal, den ich meiner Mutter zu Weihnachten schenken will. Allerdings habe ich den, obwohl er schon so gut wie fertig war, komplett wieder aufgeribbelt, da er sich an den Kanten fürchterlich eingerollt hat (sah echt aus wie ne Roulade). Ich wollte das heilen, in dem ich einen I-cord-Rand drum rum stricke, aber das hat dem Rollen nicht sooo viel entgegengesetzt.

Jetzt werde ich ihn noch einmal neu stricken und zwar gleich mit angestricktem I-cord-Rand. Und wehe, dass wird nix 👿 !

Zu den Schulproblemen…

Sohn1 ist ja auf dem Gymnasium in der 6. Klasse und hat seit diesem Schuljahr Latein als 2. Fremdsprache. Das gibt es wohl in der Schweiz gar nicht 😦 , dafür müsste er Französisch lernen. Allerdings beginnt die 2. Fremdsprache dort schon in der 5. Klasse, das heißt, es fehlen ihm 2 Jahre in der Fremdsprache (wenn ich mal davon ausgehe, dass die in den anderen Fächern auch nur mit Wasser kochen).

Was tun wir denn da jetzt? Wir können den doch nicht 2 Jahre wiederholen lassen! 😕 Zumal er in den anderen Fächern sich dann zu Tode mopsen würde.

Große Ratlosigkeit macht sich breit…

Nichtsdestotrotz sind wir nach wie vor begeistert von der – potenztiellen – Möglichkeit, ins Ausland auszuwandern!

Wechselbad der Gefühle

17. Oktober 2008 10 Kommentare

Seit Tagen kreisen meine Gedanken nur noch um dieses Thema: Auswandern in die Schweiz!

Ja, ich will!

Ich will in einem neuen Land noch einmal neu anfangen!

Ich gehe dorthin als Gast und will die Gepflogenheiten respektieren!

Nein, ich habe nicht das Gefühl, ich müsste Entwicklungshilfe leisten!

Sorry, ich spreche nun einmal keinen Dialekt (außer Berlinerisch, wenn ich auf 180 bin)!

Aber wenn ich dann in manchen Auswanderer-Foren die Berichte lese, dann überkommt mich das kalte Grausen:

Worauf ich jetzt schon mehrfach gestoßen bin, sind Berichte über Deutschenfeindlichkeit, die – angeblich ohne Provokation – von Beschimpfungen auf der Straße über Nicht-Bedientwerden beim Bäcker bis hin zu zerkratzten Autos, zerstochenen Autoreifen, Hundekot im Briefkasten und in der Schule beschimpften und verprügelten Kindern geht. 😯 Grund: Weil es Deutsche sind! Das kann man ja auch nicht verheimlichen; sobald man den Mund aufmacht, ist es eben klar!

Nun wird Superdad ja jeden Tag 12 – 15 Stunden arbeiten und ich bin niemand, der einen riesigen Freundeskreis um sich rum braucht, um sich wohl zu fühlen. Meistens bin ich froh, wenn man mich einfach in Ruhe lässt… Aber die Kinder müssen ja unter Menschen… Und für die Kinder bin ich nun einmal verantwortlich. Ich habe keine Lust, Mobbing hier gegen Mobbing da einzutauschen, nur weil sie hochdeutsch sprechen.

Dann gibt es natürlich auch viele positive Berichte, aber überwiegend von Leuten, die schon länger in der Schweiz leben (das „Teutonen-Problem“ hat sich wohl in den letzten zwei Jahren verschärft) oder solchen, die keine Kinder haben oder solchen, die mit einem Schweizer Partner zusammen leben.

Wie dramatisch ist es denn nun wirklich? In Zürich und Umgebung?

Sind die Berichte stichhaltig? Oder ist das Blöd-Zeitungs-Niveau („Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht…“)?

Ich dreh hier am Rad!

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Gruezi, Salü oder was?

15. Oktober 2008 27 Kommentare

Ich hab Bammel!

Sieht mir gar nicht ähnlich, ist aber so!

Superdad hat evetuell die Möglichkeit, demnächst einen Job im Ausland anzunehmen. Super! Leider nicht im englischsprachigen Ausland, was mit sehr entgegen käme, sondern in der Schweiz. Zürich, um genau zu sein.

Nun bin ich ja ein großer Freund von Umzügen (solange es nicht Faschingsumzüge sind) und freue mich da grundsätzlich schon drauf. Wenn, ja, wenn nicht dieser Bammel wäre…

Ich muss mit Erschrecken und Beschämen feststellen, dass ich so gut wie nichts über unser südliches Nachbarland weiß:

  • Es gibt dort guten Käse –> ist mir egal, ich ess sowieso keinen
  • Es gibt dort gute Schokolade –> Ja. Ist aber total überbewertet
  • In einigen Kantonen dürfen Frauen immer noch nicht wählen –> Ist das echt noch so? Ist ja eh egal, bin ja Deutsche!
  • Die sprechen komisch –> Und das mir, die schon bei Schwäbisch / Bayrisch / Hessisch / Pfälzisch gekräuselte Fußnägel bekommt… 😮
  • Die mögen eigentlich keine Deutschen, weil die zu laut und zu schnell sind –> Super! Wo es mir doch nie schnell genug geht… 😯
  • Alles ist schweineteuer  –> Soll sich ja durch die Steuerersparnis relativieren
  • Die haben jede Menge Berge und kein eigenes Meer –> Erwähnte ich schon einmal, dass ich Berge hasse?
  • Sehr verwirrendes Schulsystem –> jedenfalls verwirrt es mich
  • Da gibt es das CERN; die haben das Internet erfunden und jetzt ’nen kaputten LHC

Das sind jetzt alles keine k.o.-Kriterien und was mir eben völlig abgeht, ist dieses „Hach, mein Gott, aber meine ganze Familie ist doch hier und die werde ich ganz schrecklich vermissen und jeden Tag heiße Tränen weinen„-Gefühl. Als bekennender Sozialallergiker macht mir das überhaupt nix aus. Die Kids haben auch keine sooo dicken Freunde, dass es sie wirklich stören würde.

Umzug ist auch immer ein Neuanfang und das finde ich total befreiend und spannend. (Aber warum ausgerechnet die Schweiz…???)

Aber ich brauche jetzt doch mal ein bisschen Zuspruch, ein bisschen Mut und vor allem ein paar Infos über die Schweiz im Allgemeinen und Zürich im Besonderen, denn ich mag nicht in ein Land gehen, von dem ich nicht mehr weiß, als da oben steht…

Und dann muss man ja auch erstmal warten, was daraus wird…

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