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Nachwuchs

22. Mai 2012 5 Kommentare

Nachwuchs

Nein, nicht bei mir, sondern bei einer Spinne, die in der Kornelkirsche vor dem Haus wohnt.

Die Lütten waren richtig zusammengedrängt und als ich mich gefragt habe, was das für ein lustiger Klumpen ist und mal vorsichtig das Blatt bewegt habe, wuselten sie in alle Richtungen… Süß!

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Tropf, tropf

19. Mai 2010 4 Kommentare

Ich kann es bald nicht mehr hören: Das Klopfen der Regentropfen auf dem Dachfenster! Und sehen mag ich es auch nicht: Das ständige Grau-in-Grau draußen. Alles ist nass, es ist saukalt und es geht mit jetzt langsam auf die Zwiebel!

Ich bin ja niemand, der ständig Schönwetter braucht und ich konnte mir ja auch am Anfang noch gut zureden von wegen „Die Pflanzen brauchen Wasser!2 und „Der Grundwasserspiegel muss aufgefüllt werden!2, aber mittlerweile gucke ich jeden Tag ängstlich in den Garten, ob da schon Seerosen und Wasserlilien wachsen. Diese beiden großen Haufen dort, sind das Biberburgen oder nur meine Totholzhaufen?

Ich möchte auch gerne Erdbeeren essen! Deutsche Erdbeeren (die anderen kommen eh nicht ins Haus)! Aber da tut sich ja mal gar nix!

Und ich würde gerne mal ein T-Shirt anziehen und zwar ohne noch einen Pulli drüberziehen zu müssen und ohne Regenjacke aus dem Haus gehen und einfach mal Sonne haben! Bittedanke!

Ich überreiche hiermit eine Protestnote! Lasst Kachelmann frei! Der hat besseres Wetter gemacht… 😉

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Mein schöner Garten


Ich sitze hier und könnte heulen vor Wut und schreien und irgendwas gegen die Wand werfen und und und…

Seit Wochen (ach was, Monaten) frickel ich im Garten rum, habe meine Kletterrose komplett abgesäbelt, weil sie mitsamt Rosenborgen umgekippt ist (schon im letzten Sommer) und ein Durchkommen unmöglich gemacht hat, habe meine Heckenrose etwas zurechtgestutzt, habe neue Stauden gepflanzt und Blumen gesät und mich gefreut und darauf gewartet, dass alles wächst und grünt und blüht.

Ja, mein Garten ist winzig (ca. 40 qm) und ich habe total viel Zeug drin, aber das muss ja uns gefallen und sonst niemandem!

Das Nachbarhaus ist vor drei Jahren oder so verkauft worden und da wohnen jetzt Italiener. Eigentlich sehr freundliche Leute mit drei netten Kindern. Aber was den Garten angeht, haben die ne echte Macke. (Ich wusste gar nicht, dass es bei Italienern auch solche krankhaft preußischen Züge gibt). Nicht nur, dass sie mir meinen Igel geklaut haben, und behaupten, dass meine Pflanzen ihnen das Licht nehmen (unser Grundstück liegt nördlich von Ihnen… 🙄 Und nein, wir wohnen nicht in Australien!), nein, es stört sie unglaublich, wenn irgendein vorwitziger Ast in ihr Grundstück hängt. Ich hatte mal eine Clematis am Zaun entlangwachsen, die sie mir gleich am Anfang, als sie einzogen, nach und nach abgesäbelt haben. Am meisten stört das wohl den Opa. Der wohnt mit der Oma drei Straßen weiter und die beiden sind jeden Tag dort im Haus, während Mama und Papa arbeiten gehen und die Kids in Schule und Kindergarten sind. Oma wäscht dann die Wäsche und Opa macht einen auf Gartenzwerg! Da ist nicht viel zu tun, weil die ja nur Rasen haben. Und eben meine Zweige.

Und die mussten heute dran glauben! :twisted.

Ich bin ja eigentlich eher ein Hitzkopf, aber ich habe schon zu viel Ärger mit Nachbarn gehabt, um das noch einmal zu brauchen. Also zeige ich mich kompromissbereit. Schon vor drei Jahren habe ich gesagt, dass es okay ist, wenn sie die Zweige, die überhängen abschneiden (auch wenn es mir nicht transparent ist, warum die stören, aber bitte…).

Was mich aber anpisst ohne Ende, ist, dass der Opa die nicht nur absäbelt, sondern mir den ganzen Rotz in meinen Garten schmeisst, weil die keine Biotonne haben und auch nicht haben wollen (ist keine Frage des Geldes, die kostet nämlich nix!)! Dieses Mal mitten in ein Beet, in dem man zugegebenermaßen noch nicht viel sieht außer Rindenmulch, da ich dort erst gesät habe und die Pflänzchen erst die ersten Keimblättchen zeigen, aber trotzdem. Diese Pflänzchen sind schon mal am Arsch! Einen ganzen Arm voll Zweige habe ich vorhin auf den Totholzhaufen geschleppt und beinahe geheult!

Den Weißdorn hat er gestutzt und die Heckenrose (die beiden können das auch ganz gut ab) und das Pfaffenhütchen. Und das sieht jetzt ganz furchtbar aus. Unten noch dreieinhalb Äste, dann ein Riesenloch und ober wieder Puschel , an die er wohl nicht dran gekommen ist! Und am schärfsten finde ich, dass er nicht nur die überhängenden Äste abgeschnitten hat, sondern mal eben die Äste direkt am Stamm (gut 50 cm vom Zaun entfernt – auf meiner Seite)!!!! 👿 Mit den ganzen Blüten dran! What the fuck…!!!!

Ich könnte platzen! Aber wenn ich jetzt was sage, dann ist es mit Nachbarschaft vorbei! Oh, ich könnte hier die Wände raufgehen!

Ich hoffe nur, dass das Pfaffenhütchen an den verbleibenden Ästen im Herbst viele Früchte trägt! Die schenke ich denen dann – können sie Marmelade draus kochen!

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Braun raus, grün rein


Nicht nur das Stadion in Basel braucht neuen Rasen, sondern auch unser Garten. Aber während die Schweizer das satte Grün aus den Niederlanden fix und fertig ankarren lassen, muss ich da selber tätig werden. Nach der letzten Großputzaktion hat sich der Rasen nicht so berappelt, wie ich das gerne gehabt hätte und so habe ich dann heute einen Nachsä-Versuch gestartet.

Bin ja mal gespannt, ob dieser von Erfolg gekrönt ist. Vorhin konnte ich auf jeden Fall schon viele gefiederte Freunde im Garten beim Festmahl beobachten! 😐

Obwohl: So wie heute Morgen Sohn1 aussah, wäre vielleicht betonieren und grün anstreichen die bessere Lösung. Seit die Gräser so richtig blühen, also so seit 3 Wochen ungefähr, ist das arme Kind nur noch am Niesen und die Augen sind rot und tränen. Zum ersten Mal hat der Heuschnupfen zugeschlagen! 😡 Und heute früh dann die Krönung: Gesicht und der komplette Oberkörper von roten juckenden Quaddeln überzogen! Der Junge sah aus, als hätte ich ihn in kochendes Wasser getunkt! 😈

Ironie des Schicksals: Sohn2, der bislang jede Kleinigkeit als Ausrede, um nicht in die Schule zu müssen, verwendet hat, war bitter enttäuscht, als ich ihm eröffnete, dass wir mal besser zum Arzt gehen. Dies ist nämlich die letzte Woche, in der er seine geliebte Klassenlehrerin sieht, die ja die Schule zum Schuljahresende verlässt. 😥

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Es grünt so grün

6. Juni 2008 7 Kommentare

So langsam (gaaaaanz laaaang-saaaam) bekomme ich meinen Garten wieder in den Griff!

Wir wohnen ja in einem engst bebauten Neubaugebiet in einem Reihenhaus mit der Wahnsinns-Gartenfläche von 40 qm und als die Häuser hier alle ganz neu waren (vor 10 Jahren), hat der BUND in unserem Ort in zwei aufeinander folgenden Jahren eine tolle Aktion gestartet: Jeder Haushalt konnte sich aus einer Liste 5 heimische Gehölze für den Garten aussuchen – kostenlos!

Das war genau das Richtige für mich, denn mir stand der Sinn nach viel Natur und keinem mit der Nagelschere geschnittenen Golfrasen.

Ausgesucht hatte ich mir Heckenrose, Weißdorn, Kornelkirsche, Felsenbirne und wilden Wein. Den wilden Wein habe ich an die Mülltonnenabtrennung gepflanzt, aber die anderen Pflanzen in den Garten. Ähm, vielleicht hätte ich mal vorher lesen sollen, wie groß diese Pflanzen werden… 😳 Ach, und ein Holunder hat sich auch noch selber angesiedelt und ich kann doch keine Pflanzen ausreißen… 😳

Am Ende des Gartens haben wir ein Tor und dorthin habe ich einen Rosenbogen mit einer herrlichen Kletterrose gesetzt.

Ursprünglich hatte ich ja auch gedacht, dass Superdad und ich uns die Gartenarbeit irgendwie teilen, aber nachdem er ein paar Mal beim Rasenmähen alles umgemäht hat, das niedriger als 50 cm war, hat er sich nach den entsprechenden Anschissen schmollend von dieser Tätigkeit zurückgezogen und plädiert nun auf Heuschnupfen, wenn es irgendwie um Garten geht.

Mir ist das Ganze dann – auch im wörtlichen Sinn – über den Kopf gewachsen und mittlerweile war mein ganzer Garten eine einzige Urwaldlandschaft, die man vernünftigerweise nur mit einer Machete betreten sollte:

  • Die Kletterrose hat meinen Mords-Rosenbogen für 19,90 DM einfach zur Seite gebogen: jetzt hängt sie in der Felsenbirne drin und streckt ihre – sehr robusten und mit fiesesten Stacheln bewehrten Triebe in den Holunder
  • Die Heckenrose ist mindestens 3 m hoch und trägt im Herbst die schönsten Hagebutten
  • Der Holunder ist mindestens 4 m hoch
  • alle Pflanzen sind trotz – oder wegen – meiner mangelnden Pflege sehr wuchsfreudig
  • Der Rasen hat sich absentiert; unter den Sträuchern (die einen Großteil des Gartens beschatten; ich sag nochmal: 40 qm!) ist das einzige Grün das Moos (nee, ist gelogen: Glockenblumen haben sich dort ausgesät – vorher? Keine Ahnung) und die Rasenreste sind von dermaßen vielen Ameisenhügeln verunziert, dass ich bereits die Anschaffung eines Ameisenbären in Erwägung gezogen habe (DIE Geschäftsidee: Ich kaufe mir einen und vermiete den stundenweise in der Nachbarschaft!) 8)
  • Mein Totholzhaufen ist zwar – wie gewünscht und erhofft – im vergangenen Herbst von Igeln angenommen worden, aber meinen Nachbarn war dies scheinbar zuviel Natur, so dass sie die Igel frecherweise aus meinem – verschlossenen – Garten entführt zu zu einer Igelstation gebracht haben.

Mein Garten ist zwar für Menschen völlig unbenutzbar, aber ein Eldorado für alles, was da so kreucht und fleucht: Amseln, Rotkehlchen, Drosseln, Spatzen, Rotschwänzchen, Meisen – von allen habe ich schon Jungvögel im Garten gehabt, die dort gefüttert wurden. Die Amseln brüten mehrmals jährlich in der Hainbuchenhecke, die unsere Terrasse von den Nachbarn zur Linken trennt. Erdhummeln, Bienen, Hornissen, Solitärwespen, alle möglichen Schmetterlinge!

Habe ich schon erwähnt, dass meine Nachbarn mich hassen (eigentlich nur die zur Rechten, weil meine Pflanzen ihren Beeten das Licht nehmen; ich frage mich, wie das geht: Unser Grundstüc

Na ja, nachdem ich im letzten Jahr überhaupt keinen Rasen (Rasen? Welcher Rasen?) gemäht habe, habe ich in diesem Jahr todesmutig begonnen, mal wieder etwas Gartenarbeit in Angriff zu nehmen.

Mittlerweile habe ich

  • den Löwenzahn ausgestochen
  • die Überreste der wunderschönen Eselsdistel (ca. 1,80 m hoch) entfernt
  • meine wuchernde Walderdbeere e t w a s eingeschränkt (man macht sich keine Vorstellung, wie eine einzelne Walderdbeerpflanze sich ausbreiten kann, wenn man sie lässt)
  • den „Rasen“ gemäht und gedüngt
  • Lavendel, Thymian, Rosmarin, Waldmeister und Bohnenkraut gepflanzt (diese Pflanzen kenne ich auch schon und sie werden wenigstens nicht so hoch wie anderen)
  • die Kletterrose v o r s i c h t i g ausgedünnt (eigentlich nur die herunterhängenden Äste etwas gekürzt; immerhin ist ja noch Brutzeit); im Herbst schneide ich sie komplett runter, grabe sie aus und vermache sie dem Schulgarten von Sohn2, dann kehrt wieder etwas Licht und Platz in den Garten zurück

Ich muss noch:

einen neuen Rosenbogen kaufen und aufbauen; dieses Mal aber ein *hüstel* etwas stabileres Modell, dass nicht unter dem Gewicht der Kletterrose (übrigens „New Dawn“) zusammenbricht

mal schauen, ob der Rasen wie Phönix aus der Asche aufersteht; ansonsten muss ich nachsäen

Ich werde also noch eine Weile beschäftigt sein…

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