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Cyber-Mobbing

19. November 2009 2 Kommentare

Bei Ravelry bin ich über eine Untersuchung der Uni Augsburg zum Thema Cyber-Mobbing gestoßen.

Da sich hier ja doch ab und zu jemand verirrt, die oder der Kinder im Alter zwischen 12 und 19 Jahren hat, möchte ich auf diese Untersuchung aufmerksam machen.

Ich kopiere mal den Text aus Ravelry hierher:

Es gibt Untersuchungen, dass fast schon jeder Jugendliche in irgendeiner Form mit Cybermobbing in Kontakt geraten ist, sei es selbst als Opfer oder Täter oder durch Fälle im Freundeskreis.
Heute ist der überwiegende Teil auch in Communities wie SchülerVZ, MySpace, Facebook, Lokalisten, etc. unterwegs. Nicht selten werden Schüler, die damit nichts am Hut haben fast schon in eine Außenseiterposition in der Schule gedrängt. Es gehört einfach dazu, wenn man “pubertär in” sein will. Aber in diese Communities, Chats sowie das Handy sind nun mal auch Orte, an denen Cybermobbing stattfindet.

Die Untersuchung wendet sich an Schüler im Alter von 12 bis 19 Jahren, ihre Eltern und Lehrer. Erwachsene benötigen dafür ca. 10 Minuten, Schüler um die 15 Minuten, wenn sie persönliche Erlebnisse hatten, auch etwas länger, weil sie die dann aufschreiben sollen.
Hier die Links zu den einzelnen Befragungen:

Es wäre spitze, wenn ihr daran teilnehmt und auch die Schule informiert. Zwar sind deutschlandweit schon viele Multiplikatoren für Schulen angesprochen worden, da ich selbst aber auch eine bin, weiß ich, dass einige Schulen die Information leider sehr stiefmütterlich behandeln und wegschmeißen oder wenig gemacht wird, dass so etwas auch durchgeführt wird. Manche haben auch Angst, dass das Thema dann von der Schülern angesprochen wird und sie reagieren müssen.
Deshalb ist es oft gut, die Eltern ins Boot zu holen, wenn sie die Bitte stellen, z.B. über den Elternbeirat, hat das oft mehr Wirkung.

Ihr könnt das gerne auch über Blogs noch bekannter machen.

Hier nun noch der Text der Untersuchenden:
Mein Name ist Tamara Specht und ich schreibe im Moment meine Masterarbeit zum Thema “Cyber-Mobbing unter Jugendlichen” bei Prof. Dr. Gabi Reinmann an der Professur für Medienpädagogik (Institut für Medien und Bildungstechnologie) der Universität Augsburg. Mein Ziel ist es, neue Erkenntnisse zu diesem sehr aktuellen Thema zu gewinnen. Neben der Auftretenshäufigkeit von Cyber-Mobbing in Deutschland möchte ich vor allem ermitteln, inwiefern Jugendliche sowie Eltern und Lehrerinnen und Lehrer das Thema unterschiedlich wahrnehmen bzw. einschätzen. Daher führe ich im Rahmen meiner Masterarbeit nicht nur eine Online-Befragung unter Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren, sondern auch unter Lehrerinnen und Lehrern, die Schüler in diesem Alter unterrichten, sowie Eltern, die Kinder in diesem Alter haben, durch.


Unabhängig von der Untersuchung, aber zum gleichen Thema gehörend, möchte ich euch auch noch auf eine Videosequenz hinweisen, die sowohl im Unterricht als auch zu Hause schon zu sehr guten Gesprächen geführt hat.
Achtet dabei bitte auch auf die rechte Seite, besonders die Videos (Interviews) mit den einzelnen Betroffenen führen nach dem Film meist du guten Gesprächen und vor allem können sich die Zuseher in die verschiedenen Rollen versetzen.

 

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Unglaublich

4. September 2008 10 Kommentare

Nachdem das Mobbing in der Klasse von Sohn2 ziemlich eskaliert und ich in der Angelegenheit bereits zwei Gespräche mit der Klassenlehrerin und der Schulleitung geführt habe und sich nichts änderte, sondern immer noch eins drauf kam, habe ich gestern Abend noch einmal einen Brief an die Schulleitung geschrieben, im letzten Absatz den Begriff „juristische Schritte“ einfließen lassen und aufs Fax gelegt und – oh Wunder! – heute wurden dann die Kids (Sohn2 und vier der Widersacher) zur Schulleitung zitiert!

In einem Gespräch heute Mittag sagte mir dann die Schulleiterin, sie habe jetzt mal ernsthaft mit den Kindern gesprochen, sie hätten alle Besserung gelobt und sie möchte es jetzt stärker überwachen und sich nächste Woche wieder mit ihnen zum Austausch treffen.

Das habe sich eben „eingeschliffen“ und müsse sich jetzt auch wieder „ausschleifen“. Sie könne eben nichts anderes tun, als mit den Kindern zu reden. Nein, mit den Eltern habe sie noch nicht geredet, denn „die könnten ja auch nichts machen“. Hallo?! Wir reden von Drittklässlern, nicht von 18jährigen….

Was ich mir denn vorstellen würde, wie sie das stoppen soll? Ähm, ich bin weder Pädagoge noch Verwaltungsrechtler, aber ich habe ein immenses Interesse daran, mir meinen Sohn nicht kaputt machen zu lassen. Wie sie das anstellt, ist mir ziemlich schnuppe! Ist ja nicht meine Aufgabe! Lasse ich mir auch nicht zuschieben!

Immerhin hat sie wohl eingesehen, dass nur „Wir-haben-uns-alle-lieb“ und „Hach, so etwas passiert schon mal!“ nicht wirklich zielführend sind. Wie erfolgreich das neue Verfahren jetzt sein wird, wird die Zeit zeigen. Darf man verhalten optimistisch sein?

Aber dass die Mama auch immer erst böse werden muss…

Bin immer noch ziemlich aufgewühlt!

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Hautse, hautse…

22. August 2008 15 Kommentare

…immer auffe Schnauze! 😈

Da Sohn2 derzeit in der Schule in die Rolle des Mobbingopfers reinrutscht (ich habe mir den ganzen Kram zwei Jahre angeguckt und als „Schulhofstreitereien“ und „Kinderkacke“ missinterpretiert), haben wir beschlossen, mal was für sein Selbstbewusstsein zu tun.

Also bin ich heute mal mit ihm zum Wing Tsun-Probetraining gegangen. (Nein, ich möchte meinen Sohn nicht zum Schulhofschläger ausbilden, aber grundsätzlich – bei dem, was da abgeht – schadet ein bisschen Sich-richtig-wehren-können gar nichts und außerdem hoffe ich, dass er unter Umständen eine andere Ausstrahlung bekommt, die ihn dann auch nicht mehr so angreifbar macht.)

Da der Kurs für Kids neu beginnt, waren heute nur drei Kinder da, also mussten durften der andere Vater, der zwei Lütte dabei hatte und ich auch mit ran. 😯

Ähm, wollte ICH vielleicht Wing Tsun machen, häh?

Egal, dem Junior hat es Spaß gemacht (wo sonst darf man einfach mal draufhauen?) – und ich könnte mir jetzt auch vorstellen, das mal zu probieren. Da kann man mal die ganze überschüssige Energie so richtig rauslassen! Und mal spüren, dass es sehr interessante Muskeln und Sehnen gibt, die man sonst kaum bemerkt.

Ist es sehr lächerlich, wenn eine Frau Mitte vierzig einen Kampfsport beginnt? 😳

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