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Vorab gelesen: Daniel Annechino – Leise stirbst du nie


Vorablesen verwöhnt mich: Dieses Mal durfte ich den Thriller Leise stirbst du nie von Daniel Annechino lesen und bewerten.

Sami Rizzo, Detective der Mordkommission und verhinderte Sozialarbeiterin, ist auf Wunsch ihres verstorbenen Vaters zur Polizei gegangen, aber mittlerweile geht sie in ihrem Beruf auf. Als allein erziehende Mutter ist sie von ihrer Mutter abhängig, die den Babysitter spielen muss, was dem belasteten Verhältnis der beiden Frauen nicht gut tut.

Zur Zeit jagt sie gemeinsam mit ihrem Partner Al Diaz einen besonders grausamen Serienmörder: Er entführt junge Mütter mit ihren Kindern, kreuzigt und vergewaltigt die Frauen und lässt die Kinder unbehelligt frei.

Von Anfang an weiß man, dass Simon Kwosokowski, der gut aussehende Physiotherapeut, dieser Killer ist. Und er hat ein religiöses Motiv: Er will diese Frauen läutern und erlösen. Sein nächstes Opfer soll Sami sein

Sein Werdegang ist für Thriller-/Krimikenner recht vorhersehbar, ebenso der Verlauf der weiteren Geschichte und ihr Ende.

Die Charaktere bleiben leider ein wenig flach, da hätte mehr Leben drin sein können.

Nichtsdestotrotz ist es ein handwerklich solides Buch, auch wenn ein paar Fragen offen bleiben. Ist eine Fortsetzung geplant? Ich würde sie lesen, denn trotz allem hat mich das Buch gut unterhalten und ich habe es an einem Tag durchgelesen.

 

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Vorab gelesen: Elisabeth Herrmann – Zeugin der Toten

5. März 2011 1 Kommentar

Bei Vorablesen habe ich mal wieder ein paar Leseeindrücke hinterlassen – und auch sofort wieder ein Buch zum Vorablesen bekommen: Elisabeth Herrmann – Zeugin der Toten

Hier meine Rezension:

Judith Kepler – 1985 kam sie in ein Kinderheim in Saßnitz/Rügen. Mitten in der Nacht und unter mysteriösen Umständen.

25 Jahre später arbeitet sie in Berlin – nach einer wilden Jugend und einer Drogenkarriere – als Cleaner bei einer Gebäudereinigung. Cleaner bedeutet, dass sie Wohnungen, in denen Menschen gestorben sind und längere Zeit nicht gefunden wurden, wieder bewohnbar macht.

Als sie in die Wohnung einer Frau gerufen wird, die einen gewaltsamen Tod gefunden hat, kommt eine Lawine ins Rollen. Was sollte diese Frau mit ihrer alten Heimakte, die angeblich verschollen war? Und wer ist der Unbekannte, den sie nachts erwischt, wie er in der Wohnung der Toten Überwachungskameras ausbaut?

Mit Hilfe des Ex-BND-Agenten Quirin Kaiserley macht sie sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und wird in eine sehr aktuelle Spionagemission verwickelt, die ihre Wurzeln in der Zeit des Kalten Krieges hat. Kann sie die Geheimnisse ihrer Vergangenheit lüften?

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Ich fand das Buch sehr spannend und das Thema auch interessant. Manchmal war es schwierig, die Namen der vielen Agenten auf die Reihe zu bekommen, so dass man wusste, wer wohin gehört, aber das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Judith ist eine sehr spröde, verschlossene Person, aber trotzdem fand ich sie sehr sympathisch (aber ich mochte auch Lisbeth Salander…). Eine Protagonistin mit Ecken und Kanten, die sich immer wieder ihren Weg sucht und eigentlich keine Hilfe von anderen haben möchte.

Inwieweit die Story realistisch ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber sie ist nachvollziehbar, scheint gut recherchiert  und beleuchtet so einige Details aus der deutsch-deutschen Vergangenheit und der Welt der Geheimdienste.

Der Schreibstil ist flüssig und ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen ausgelesen.

Elisabeth Herrmann werde ich mir merken müssen.

 

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Vorab gelesen: Jodi Picoult – Das Herz ihrer Tochter

3. September 2009 1 Kommentar

Vor ungefähr zwei Wochen habe ich mich bei vorablesen registriert, ein paar Leseproben kommentiert und auch tatsächlich ein Buch zugelost bekommen: Das Herz ihrer Tochter von Jodi Picoult.

Jodi Picoult ist wohl sehr erfolgreich, aber erstaunlicherweise hatte ich von ihr noch nichts gehört, geschweige denn gelesen.

Nachdem sie ihren Mann bei einem Autounfall verloren hat, findet June eine neue Liebe und ihre kleine Tochter Elizabeth einen liebenden Stiefvater. Als June und Kurt ihr erstes gemeinsames Baby erwarten, schlägt das Schicksal erneut zu: Der Gelegenheitsarbeiter Shay Bourne, der Reparaturen in ihrem Haus durchführt, ermordet Kurt und Elizabeth, wofür die Todesstrafe verhängt wird, auch wenn die Geschworenen zuerst Probleme haben, den zurückgebliebenen jungen Mann zu verurteilen.

11 Jahre später sitzt Shay noch immer im Gefängnis, sein letzter Berufungsantrag wurde abgelehnt und er wartet auf seine Hinrichtung.

Für June droht ihre Welt zum dritten Mal zu zerbrechen, denn wegen eines angeborenen Herzfehlers wartet ihre Tochter Claire dringend auf ein Spenderherz. Davon erfährt Shay und bietet an, sein Herz nach seiner Exekution zur Verfügung zu stellen. Plötzlich beginnen im Gefängnis wundersame Dinge zu passieren…

Jodi Picoult hat hier ein beeindruckendes Buch geschrieben, dass viele komplexe Handlungsstränge verknüpft und das Geschehen aus vielen Blinkwinkeln beleuchtet. So erlebt man Shay nur aus den Perspektiven von June, Shays Anwältin Maggie, Shays Seelsorger Father Michael und seinem Mitgefangenen Lucius und muss sich aus diesen Informationen ein Bild zusammensetzen wie ein Puzzle. Das Buch behandelt so heikle Themen wie Religion, Todesstrafe, Organspende ohne ins Herz-Schmerz-Gesülze (no pun intended!), Kitschige oder Rührselige abzugleiten, wie ich anfangs befürchtet habe. (Diejenigen, die Jodi Picoult schon kennen, mögen es mir nachsehen…) Auch ist das Ende nicht unbedingt vorhersehbar, wenn ich auch eine der Schlusswendungen (ich sag aber nicht, welche…) bereits sehr früh erahnt habe (eigentlich schon auf den ersten Seiten).

Ich kann dieses Buch als gute Unterhaltung empfehlen. Gut gefallen haben mir auch Picoults Anmerkungen zu ihren Recherchen und den Verweisen auf weiterführende Informationen zu den im Buch angerissenen Themen.

Als Nächstes von Jodi Picoult werde ich mir „Nineteen Minutes“ kaufen, weil ich ganz gespannt bin, wie sie mit diesem heiklen Thema umgeht. Von der Beschreibung hört es sich so an, als ob es auch interessant als Schullektüre sein könnte… (Und wenn jemand dieses Buch bereits kennt, dann bitte in den Kommentaren keine Spoiler! Also, ihr könnt schon schreiben „Fand ich gut“ oder „Fand ich doof“, aber bitte nicht „Fand ich unglaubwürdig, weil der XY zum Schluss den ABC umgebracht hat und der Sowieso hat dann…“ Ihr wisst schon, was ich meine… 😉 )

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