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Archive for Dezember 2008

Ich hab die Haare schön…

30. Dezember 2008 4 Kommentare

Heute, quasi so auf den letzten Drücker, habe ich mir noch einmal einen Frisörbesuch gegönnt. Der letzte ist immerhin schon – mal rechnen – knapp 6 Monate her *hust* 😳

Den Pony konnte ich immer noch irgendwie mit der Nagelschere bändigen und da ich meine Haare sowieso nicht „style“ (der Umgang mit Rundbürsten oder ähnlichem und dann noch am Hinterkopf führt nur zu – vermeidbaren – Besuchen in der Unfallklinik, weil ich mir dabei die Arme breche oder die Schulter auskugel oder so etwas), sondern mangels Begabung einfach nur Schaum oder Gel ins feuchte Haupthaar patsche und das Ganze dann kopfüber trocken föhne, wobei ich taktische Knetbewegungen in der Pracht mache, um hinterher den RauschgoldengelLockenkopf mit „Out of Bed“-Creme von L’oreal in diesen undisziplinierten, zerzausten Zustand zu bringen, dem man es nicht ansieht, ob die Haare mal wieder nen Schnitt gebrauchen könnten und der meine Mutter zu dem Ausruf „Kind, hast du heute schon nen Kamm gesehen?“ veranlassen würde.

Aber mittlerweile wuchsen die Strähnen recht und links der Pony-Partie einfach zu lang und fielen dauernd in die Augen und das Deckhaar konnte mal wieder ein paar Stufen vertragen, um mir das Fönen etwas zu erleichtern. (Ich habe zwar dünne Haare, aber davon einfach unglaublich viele.) Lufttrocknen ging gar nicht mehr, denn durch die Menge sind die dann so schwer, dass sie sich total aushängen und ganz eng an den Kopf kuscheln, so dass ich aussehe wie ein alterndes Hippiemädchen… 😈

Also besuchte ich die Friseurin meines Vertrauens und ließ mich auch gleich noch – strähnchenweise – ein wenig mehr erblonden.

Und irgendwie konnte ich mich dieses Mal sogar beherrschen und ließ mir nicht wieder die Haare ganz kurz schneiden, weil mich die Zuppeln so genervt haben. Das ist nämlich auch so eine meiner Spezialitäten: Haare vom Sommer an züchten und dann im Winter gehen mir die Fusseln, die noch nichts Halbes und nicht Ganzes sind, dermaßen auf den Zwieback, dass ich radikal die Schere ansetzen lasse („So?“ – „Kürzer!“ – „So jetzt?“ – „Noch ein Stück! Ein großes Stück!“- “ 😯 „). Hinterher freue ich mir dann ein Loch in den Bauch – bis ich vor die Tür komme und mir die Ohren abfriere…

Jetzt habe ich wieder einen Meg-Ryan-mäßigen Wuschelkopf! 😀

Sohn1 meinte nur: „Weiß gar nicht, warum du beim Frisör warst… Du siehst aus wie vorher!“ Aber da weiß ich ja, wie ich es zu nehmen habe. Der hat es – im damals zarten Alter von 4 – nicht einmal gemerkt, als ich nach dem Haarewaschen mit kastanienrot gefärbten Haaren aus dem Bad kam…

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Unser Esstisch ist zu groß

26. Dezember 2008 16 Kommentare

Die – erste und stressigste – Hälfte des Weihnachtsfestes ist vorüber.

Gestern Abend war es hier sehr sehr nett. Wir haben lecker gegessen (Bärlauch-Bratwürstchen und Pommes) – auf vielfachen Wunsch zweier minderjähriger Herren und danach die lieben Kindelein beschert.

Als wir sie runter gerufen haben, habe ich den Lütten ans Fenster gerufen, um ihm noch die Rentiere des Weihnachtsmanns zu zeigen und tatsächlich, er hat noch ein Rentier oben am Himmel gesehen… Wie süß ist das denn?

Beide Kinder bekamen ihre Wünsche erfüllt: Ein Bulldozer für Sohn1 und ein Raumschiff für Sohn2 und trotzdem blieben wir weit unter dem Betrag von 306 Euro pro Kind. So viel haben wir nicht einmal zusammen ausgegeben. 306 Euro! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Nicht, dass wir nicht könnten, wenn wir wollten, aber ich finde das einfach nur krank! Am besten noch auf Pump! DAS ist doch nun wirklich nicht der Sinn der Sache…

Bis Mitternacht haben die beiden dann gebastelt und gebaut und es war einfach nur harmonisch!

Heute dann der Besuch bei Superdads Altvorderen. Es gab – wie angedrohtkündigt – Kammkoteletts mit Hackfleisch und einer Käsesoße überbacken, dazu Kartoffelsalat. War nicht mein Ding… Das Hackfleisch war mir viel zu rot und viel zu salzig und von der Käsesoße war nur noch eine schwarzbraune papierdünne Kohlekruste drauf. Laut Rezept sollte das Hackfleisch Mett sein, aber da ja Feiertag und kein tagesfrisches Mett erhältlich ist (hätte man ja einfrieren können), wurde auf zwei Zwiebelmett-Rollen (ihr kennt diese Dinger im Plastikdarm, oder?) zurückgegriffen. Allerdings sind diese ja mit Pökelsalz und das ergibt dann auch nach dem Garen diese – für mich – abstoßend rote Farbe und den fies salzigen Geschmack!

Ich habe mich dann an Kartoffelsalat und dem Nachtisch (Ananascreme) gütlich getan… Und mich höflich, aber bestimmt geweigert, als mir a) das Rezept für diese Backofensteaks und / oder b) die übrig gebliebenen Backofensteaks (zum Aufwärmen für morgen, dann bräuchte ich ja nicht zu kochen…Nee, schon klar! Kochen ist ja auch was ganz was Schlimmes!) aufgenötigt werden sollten!

Später bei meiner Schwägerin großes Gedränge am Kaffeetisch, da auch noch die andere Schwester nebst Mann kam. Harmonische Stimmung bei drögem Kuchen und Doppelschwerter-Kaffee. …und dann kam die Diskussion auf Esstische.

Schwägerin hat einen kleinen Erker, in dem ihr Esstisch steht. Ein runder Tisch, den man ausziehen kann, so dass er oval ist, um den dann aber trotzdem nur 8 Leute eng gepresst passen. Und wenn sie das damals beim Hausbau gewusst hätten, wäre der Erker anders ausgefallen oder vielleicht hätten sie ja doch einen eckigen Tisch stellen können und dann würden da mehr Leute dran passen.

Dann hob meine Schwiegermutter an: Sie hätten ja einen größeren Tisch und den könne man ausziehen, aber er habe nur eine Einlegeplatte und sie hätten erst im Nachhinein erfahren, dass es den gleichen Tisch auch mit zwei Platten gäbe, aber den hätten sie ja leider nicht und das wäre ja immer so eng, wenn dann zu allen möglichen Gelegenheiten elfunddreißig Leute kämen und überhaupt!

Aber – und der vorwurfsvolle Blick richtete sich auf mich – Supermom und -dad hätten ja einen grooooooßen Esstisch und den könne man auch noch ausziehen und da sei viiiiiiel Platz! (Unser Tisch ist ein völlig normaler IKEA-Tisch, dessen Name mir entfallen ist und an den man locker 6 Leute und ausgezogen – der Tisch, nicht die Leute – 10 Personen setzen kann. Vielleicht 12, wenn man auf Tuchfühlung steht und nur übersichtliche Häppchen serviert!)

Und dann begann das Verhör durch meine Schwägerin: Warum ich denn so einen großen Esstisch hätte? Ob wir denn viel Besuch bekämen? Doch wohl nicht! Was wir denn also mit diesem Tisch machten? 😈

Ich musste mir derbe auf die Zunge beißen, um nicht zu sagen, dass ich manchmal der Dekadenz fröne, der Tisch komplett ausziehe und mich dann allein dransetze, um einen Keks zu essen! Himmel noch mal, das ist doch mein Bier!

Ja, wir haben seltenst Besuch! Als Sozialallergiker völlig verständlich, oder? Trotzdem muss ich mir doch keinen Camping-Klapptisch ins Wohnzimmer stellen! Oder mit ’nem Tablett auf dem Schoß auf der Couch essen!:evil:

Jetzt leben wir natürlich in Panik, dass demnächst die Esstisch-Kontrolle vor der Tür steht und unseren Anspruch auf diesen Esstsich kritisch hinterfragt. Hoffentlich bekommt IKEA nicht auch noch Ärger, weil sie beim Verkauf nicht geprüft haben, ob wir eine Esstisch-Berechtigung vorweisen können…

Und beim nächsten Besuch der lieben Familie bei uns werden wir vorher den Esstisch noch untrennbar mit dem Bodenbelag verbinden, damit wir auch anschließend noch geräumig speisen können… :mrgreen:

Morgen sind wir auf jeden Fall wieder en famille und lassen’s uns gutgehen… 😀

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Merry frickin‘ Christmas

23. Dezember 2008 9 Kommentare

Es ist vollbracht!

Die Fahrkarte von meiner Mutter ist wieder unterwegs zur Deutschen Bahn. Einen Tag nachdem ich sie bestellt habe, ist meine Mutter gestürzt und hat sich den Knöchel verstaucht / geprellt / ich-weiß-nicht-was, so dass sie dieses Jahr nicht kommen kann. Ist schon echt blöd und schmerzhaft für sie. Nichtsdestotrotz muss ich leider sagen, dass der Nicht-Besuch zur Feiertagsharmonie beitragen wird. 😳 Denn so gut wir uns am Telefon verstehen, so schlecht harmonieren wir in RL.

Die Einkäufe sind erledigt – und dafür dass heute ein Tag vor Heilgabend ist, war ich angenehm überrascht. 65 Minuten für einen Discounter und einen Supermarkt und 14 km Fahrt. Nicht schlecht! Sollte sich herum gesprochen haben, dass die Läden am Samstag wieder öffnen?

Der Baum – schon (!) gestern gekauft ist bereits geschmückt. Ich hasse diese beschissenen Lichterketten, bei denen der Abstand zwischen den Kerzen   niemals dem Abstand zweier Tannenzweiglein entspricht. Echte Kerzen wären nett, allerdings mit den beiden Halbwilden hier nur dann, wenn wir Weihnachten im Gemeinschaftsraum der örtlichen Feuerwache feiern… Und überhaupt, ich bin ja schon mega-angenervt von dem ganzen Schmonzes, der da auf den Baum zu drapieren ist. Gottseidank besteht hier niemand auf Lametta. Das habe ich schon als Kind gehasst und das kommt mir auch nie nicht ins Haus.

Egal! Das Ding steht jetzt und gut ist!

Morgen sollte es ja traditionell (meine Familientradition) Kartoffelsalat und Würstchen geben, aber irgendwie erzeugte der Vorschlag dieses Jahr nur Gemaule. 👿 Also gibt es Pommes und Bärlauch-Bratwürstchen. Toll!

Am 1. Feiertag haben wir uns – noch in der Annahme, dass meine Mutter kommt – in einem Anfall geistiger Umnachtung bei meinen Schwiegereltern eingeladen. Ich bin – viel zu optimistisch – davon ausgegangen, dass es dort wenigstens an den Feiertagen was Festliches zu essen gibt. (Hier wieder meine Familientradition: Irgendein größeres Geflügel, Rotkohl, Grünkohl, Klöße). Ich hätte es nach 12 Jahren Ehe besser wissen müssen: Es gibt – wenn ich den Beschreibungen von Superdad trauen kann, der das auch nur telefonisch mitgeteilt bekam – ein „ganz tolles neues Rezept, das ist sooooo gut“: Schwenksteaks mit Hackfleischsoße und irgendeinem Schmierkäse überbacken und dazu Kartoffelsalat.
😯 Ich weiß ja nicht… Sie sagt immer, dass sie gerne kocht. Ich frage mich, warum sie es dann nicht lernt! 👿

Anschließend fahren wir noch zu meiner Schwägerin samt Familie zum Kaffeetrinken – immerhin im gleichen Dorf. (Den Kuchen backt meine Schwiegermutter – also gibt es wieder einen trockenen Kuchen aus der Packung mit Schoko – oder noch schlimmer – Zitronenguss. Bäh!) Dort schauen wir uns an, wie es aussieht, wenn man bei Toys’R’Us eine Bombe explodieren lässt. Denn genau das wird bei denen an Weihnachten immer nachgestellt… Kein Geld, immer am Jammern, aber der totale Spielzeug-Overkill. Hauptsache viel Plastik, viel Gedudel und Geblinke und viele Batterien drin. 😈 Und die Kinder wissen gar nicht, womit sie spielen sollen, aber die Omas wollen sich natürlich von der jeweils anderen Oma nicht übertrumpfen lassen beim Gaben-geben… Also wird immer noch eins draufgepackt!
Wenn wir das alles überstanden haben (ich packe meinen Koffer und nehme mit: ein Strickzeug, einen iPod, ein Lunchpaket…), dann fahren wir wieder heim und gehen endlich zum gemütlichen Teil von Weihnachten über. Halleluja!

In diesem Sinne – ich wünsch euch was!

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Tagged by an elf

14. Dezember 2008 10 Kommentare

Die Elfe hat mich erwischt – wahrscheinlich fand sie auch, dass ich mal wieder was bloggen sollte… 😳

Im Moment komme ich nicht wirklich dazu. Ich habe viiiiel gestrickt und würde es auch gerne zeigen, aber das Licht ist derzeit echt unterirdisch, da kann man nix fotografieren!

Also greife ich das Stöckchen mal auf und krame das sechste Bild aus meinem sechsten Fotoordner auf dem PC:

Frankfurt Galaxy

Für eine Freundin aus unserer Patchwork-Gruppe, die mit ihrer Familie für einige Jahre nach Manila gegangen ist, haben wir einen Quilt genäht, der sie an zuhause, also das Rhein-Main-Gebiet, erinnern soll.

Ich habe mich für das Logo der – leider nicht mehr existierenden – Football-Mannschaft Frankfurt Galaxy entschieden.  Der Pompon rechts oben steht für die Puschel der Cheerleader und die 4 Sternenknöpfe für die 4 gewonnenen Championships. Auf der Rückseite bekamen alle Blöckchen Knöpfe und konnten dann mit Schlaufen beliebig zu einem Wandbild zusammen geknöpft werden.

So, jetzt tagge ich

Viel Spaß!

Emergency Room

2. Dezember 2008 5 Kommentare

Seit gut drei Wochen schleppe ich mich hier mit einer Erkältung rum, die einfach nicht so richtig raus will. Die meiste Zeit fühle ich mich wie durch den Wolf gedreht mit Anfällen von Husten, Schnupfen, Kopfweh, Schwindel; nie so ganz doll, aber auch nie wirklich gut! Das finde ich blöd!

Aber jetzt habe ich hier ein fast vollständiges Lazarett!

Erst begann Sohn2 zu bellen wie ein Dorfköter, was ihm den Schlaf raubt und die Nahrungsaufnahme zur Qual werden lässt. Der von mir offerierte Fenchelhonig wird vehement abgelehnt, weil der „bäh“ schmeckt! 😦

Sohn1 stand am Freitag auf und sah aus wie der kleine Vampir – käseweiß, blutunterlaufene Augen mit Augenringen und – noch nie dagewesen und sehr bedenklich – Appetitlosigkeit! Am Samstag ging es dann schon besser und am Sonntag hatte das Kind dann Geburtstag. Gewünscht wurde ein Schokoladen-Möhren-Kuchen (rund) mit Schokoglasur und grüner Schrift! 😯 Wie’s der Kunde wünscht! Total flexibel und serviceorientiert habe ich dann mein Muffinrezept (hier zu finden unter fruchtig-schokoladig) für eine Springform umgewandelt und gebacken. Schließlich wurde ja für Sonntag hoher Besuch in Gestalt der Schwiegereltern erwartet. Aus diesem Grund hatte das Geburtstagskind auch eine Einladung zu einem anderen Geburtstag mit Kinobesuch (Krabat) abgesagt.

Aber es kam ja wie es kommen musste: Die Herrschaften sagten am Sonntag Vormittag ab, da es ja mal wieder drei Schneeflocken in sieben Reihen gab und man bei so einem Wetter nicht fahren könne… 👿

Apart auch der Kommentar meiner Schwiegermutter, als Sohn2 seinen Unmut kundtat: „Ach, dann ruf deinen Freund einfach an und sag, dass du doch kommst!“ 🙄 Hallo??!! Ja, klar! Sehr stilvoll!

Scheinbar schlug ihm dann die Wut (ich hoffe nicht, dass es der Kuchen war…) auf den Magen, denn gestern Morgen hatte ich dann zwei kranke Kinder hier: Bello und ihn.

Und um dem Tag das Sahnehäubchen aufzusetzen, klingelte um 14:00 Uhr das Telefon: „Kannst du mich in ’ner halben Stunde an der S-Bahn abholen? Ich komme heim!“ Superdad? Der Mann, der hier sonst nicht vor 19:30 Uhr einschwebt und eigentlich nur noch hier übernachtet????

Und dann kam er. Weiß wie eine Wand (gut, dass er den dunklen Anzug anhatte, sonst hätte ich ihn hier zuhause nicht wiedergefunden vor der Tapete). Setzte sich mit Anzug und Daunenjacke im Wohnzimmer vor die Heizung und schnatterte. Ging sich umziehen, fiel ins Bett und ward für 4 Stunden nicht mehr gesehen. Als er dann abends wieder ins Wohnzimmer kam, fühlte ich mich an einen dieser Heizpilze erinnert, wie sie für die Raucher im Winter vor den Kneipen stehen. Hochroter Kopf und starke Tempearturabstrahlung.

Mittlerweile sind alle wieder auf dem Weg der Besserung, aber ich fühlte mich wirklich wie Florence Nightingale im Lazarett. Jeder hat was anderes und jeder jammert. Keiner möchte aber wirklich geholfen haben, nichtsdestotrotz aber meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit. 😈

Und wenn ich krank bin? Interessiert kein Schwein… Ich könnte mir die Wand mit „gelben Scheinen“ tapezieren und den Kopf unterm Arm tragen, das würde keiner merken!

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