Und das liegt daran, dass der Zahn der Zeit nun doch an mir nagt…
Seit 2 Jahren habe ich eine Lesebrille, da einfach die Arme zu kurz wurden
So eine Lesebrille ist eine tolle Sache. Der Nachteil ist nur, dass ich sie nie dabei habe, weil sie immer zu Hause liegt. Und so stehe ich dann dumm im Supermarkt herum und blinzele Packungen an, um zu erahnen, was denn bitte schön in der Zutatenliste so drin steht. Irgendwie geht es dann doch, wenn ich eine Stelle im Laden finde, die etwas besser beleuchtet ist, denn dann ziehen sich die Pupillen stärker zusammen und ich sehe schärfer.
Da ich die Brille eben nur fürs Lesen brauche, laufe ich daheim auch nicht ständig damit rum und deshalb vergesse ich sie immer! Ich könnte mir so ein Brillenkettchen umhängen, aber dann bräuchte ich auch noch kleine lila Dauerwellen. Fällt also schon einmal flach. Oder ich schiebe sie mir lässig ins Haar, was gar nicht so schlecht aussieht, aber den Nachteil hat, dass sich die Haare in diesen Nasenflügelauflegern verheddern und beim Runterziehen der Brille ausgerissen werden. Setze ich dann die Brille auf, hängen mir die ausgerissenen Haare vor dem Mund rum und ich sehe aus wie ein Teppichhai.
Aber die Rettung ist in Sicht! Heute war ich nämlich bei der Augenärztin, weil ich den Eindruck hatte, dass ich – trotz Lesebrille – schon einmal schärfer gesehen habe. Zumindest im Nahbereich. Im Fernbereich erschien mir alles bestens.
Weit gefehlt. Ominöserweise hatte ich nämlich auch im Fernbereich deutliche Defizite. Nichts wirklich Gravierendes, also nichts, was die Anschaffung eines Hundes erforderlich machen würde, aber doch genug, um über eine neue Brille nachzudenken… Oder auch zwei.
Ich kann nämlich jetzt wählen, ob ich eine Fern- und eine Nahbrille möchte oder eine Gleitsichtbrille. Gleitsichtbrille ist mit Sicherheit teuer. Allerdings weiß ich noch nicht, was denn zwei „normale“ Brillen kosten würden. Zwei Brillen würden auch das Ich-hab-meine-Lesebrille-vergessen-Problem nicht lösen. Und ständig Brillen zu wechseln hört sich auch nicht wie eine gute Idee an. Aber über Gleitsichtbrillen hört man ja die abstrusesten Horrorstories (neben den Erfolgsgeschichten, insbesondere auf den Seiten der Optiker…). Leute, die ich völlig unnatürlicher Haltung vor dem Bildschirm sitzen, damit sie den richtigen Blickwinkel haben. Leute, die absolut seltsam die Treppe hochgehen, weil sie nicht wie früher einfach den Kopf senken, um auf die Stufen zu schauen, sondern irgendwie unten durch die Brille durchlinsen müssen.
Hat von euch jemand Erfahrung mit Gleitsichtbrillen? Nee, ihr seid alle noch zu jung, oder?
Kontaktlinsen hört sich auch gut an, allerdings gibt es die nicht in „Gleitsicht“, sondern nur bifokal. Und Linsen habe ich auch noch nie gehabt… Der Vorteil gegenüber einer Brille wäre natürlich, dass sie nicht dauernd verschmiert sind.
Ich sag’s ja: Mir fehlt der Durchblick!












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